Thüringer Innenminister für EU-Austausch bei Drohnenabwehr

01.09.2026 14:03

Nach dem Vorfall am Leipziger Flughafen setzt Thüringens
Innenminister Maier auch auf mehr Austausch auf EU-Ebene bei der
Abwehr von Drohnen. Mit wem er darüber in Brüssel gesprochen hat.

Erfurt (dpa/th) - Thüringens Innenminister Georg Maier setzt bei der
Abwehr von Drohnen auf einen Austausch mit europäischen Partnern.
«Der Vorfall am Leipziger Flughafen zeigt: Kapazitäten zur effektiven
Drohnendetektion und Abwehr werden dringend benötigt. Deshalb setzt
Thüringen sich auch auf europäischer Ebene für intensiven Austausch
von Know-How und Technologien im Bereich Drohnendetektion- und Abwehr
ein», sagte der SPD-Politiker laut Mitteilung nach
Kabinettsberatungen in Brüssel.

Treffen mit EU-Kommissaren

Das Kabinett von Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) ist in die
belgische Hauptstadt gereist, um über die künftige Ausgestaltung des
EU-Haushalts ab 2028 sowie über die europäische Kohäsions- und
Agrarpolitik zu beraten. Brüssel ist der Sitz wichtiger
EU-Institutionen. Geplant waren unter anderem Gespräche mit dem
EU-Kommissar für Regionalpolitik, Raffaele Fitto, dem Kommissar für
Energiepolitik, Dan Jørgensen, und der Präsidentin des Europäischen
Ausschusses der Regionen, Kata Tüttö.

Voigt will stärker mitgestalten

Maier tauschte sich den Angaben zufolge mit Hadja Lahbib aus,
EU-Kommissarin für Krisenvorsorge und -management sowie
Gleichberechtigung. Er habe mit ihr über Ideen für einen noch
intensiver europäisch integrierten Thüringer Bevölkerungsschutz
diskutiert. 

Ministerpräsident Voigt sagte, die Landesregierung wolle in Brüssel
nicht nur reagieren, sondern auch mitgestalten. «Thüringen hat starke
Unternehmen, exzellente Forschung und gute Ideen. Diese Stärken
müssen wir noch gezielter in europäische Netzwerke und Programme
einbringen und zugleich dafür sorgen, dass europäische Mittel dort
ankommen, wo sie für unser Land den größten Unterschied machen.»