EU-Treffen: Ukraine erhält keine Zusagen für Patriot-Raketen
01.09.2026 17:30
Die Ukraine braucht dringend neue Patriot-Flugabwehrraketen zum
Schutz vor russischen Angriffen. Bei einem EU-Treffen bleiben Zusagen
aber aus - obwohl es offensichtlich Kapazitäten gibt.
Wicklow (dpa) - Die Ukraine hat bei einem
EU-Verteidigungsministertreffen in Irland keine neuen Zusagen für die
Lieferung von Patriot-Flugabwehrraketen zum Schutz vor russischen
Angriffen bekommen. Es habe Appelle und Gespräche gegeben, sagte die
EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas nach dem Ende der Beratungen in der
Grafschaft Wicklow. Leider sei ein konkreter Erfolg aber
ausgeblieben. Die Bemühungen würden fortgesetzt.
Kallas hatte zu Beginn der Beratungen am Montagmorgen gesagt, man
wisse, dass einige EU-Länder über Abfangraketen verfügten, deren
Nutzungsdauer bald ablaufe. Es wäre deshalb gut, diese der Ukraine zu
überlassen, die sie zum Schutz ihrer Bevölkerung einsetzen könne.
Welche EU-Länder Abfangraketen abgeben könnten, sagte Kallas nicht.
Nach Angaben von Diplomaten soll es vor allem um Griechenland und
Spanien gehen.
Die Ukraine hatte ihren aktuellen Bedarf an Abfangraketen zuletzt mit
rund 300 Stück angegeben. Ein länger anhaltender Mangel könnte
besonders mit Blick auf russische Angriffe auf die
Energieinfrastruktur im Winter problematisch werden.
