Schuster sieht in Drohnen-Vorfall «Staatsterrorismus»
02.09.2026 09:22
Anfang August wird eine mit Sprengstoff präparierte Drohen im
Sicherheitsbereich des Flughafens Leipzig/Halle entdeckt. Sachsens
Innenminister Armin Schuster ordnet den Vorfall klar ein.
Dresden (dpa) - Sachsens Innenminister Armin Schuster hat den
gescheiterten Angriff mit einer Sprengstoff-Drohne am Flughafen
Leipzig/Halle als «Staatsterrorismus» eingeordnet. «Die deutschen
Sicherheitsbehörden haben angesichts der Häufigkeit und Intensität
von Angriffen wie am Leipziger Flughafen eine neue Gefährdungslage zu
bewältigen, weil diese Anschläge eine gänzlich neue terroristische
Bedrohung darstellen, die man klar als Staatsterrorismus benennen und
bekämpfen muss», sagte der CDU-Politiker der Funke Mediengruppe.
«Es ist deshalb immens wichtig, dass wir in Sachsen, aber auch
bundesweit den eingeschlagenen Weg fortsetzen und Polizei und
Nachrichtendienste mit den richtigen Befugnissen und angemessenen
technischen Mitteln ausstatten», forderte Schuster.
Bundesregierung: Russland steckt hinter Sprengstoff-Drohne
Die Bundesregierung macht Russland für den misslungenen Anschlag mit
einer Sprengstoff-Drohne auf dem Flughafen Leipzig/Halle
verantwortlich. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) sagte,
bei dem Anschlagsversuch seien Sprengstoff und Zündtechnik verwendet
worden, die man aus anderen hybriden Operationen Russlands und dessen
Krieg gegen die Ukraine kenne. Als Reaktion wurden mehrere Maßnahmen
beschlossen, darunter die Schließung des russischen Generalkonsulats
in Bonn und verschärfte Einreisekontrollen für Russen.
Russlands Präsident Wladimir Putin bezeichnete die deutschen
Strafmaßnahmen gegen sein Land als «schweren Fehler» und sprach von
Beweisfälschung. Das Außenministerium in Moskau kündigte
Gegenmaßnahmen an.
Eine mit Sprengstoff und Zündmechanismus präparierte Drohne war am
Abend des 4. August im Sicherheitsbereich des Flughafens
Leipzig/Halle zwischen ukrainischen Frachtmaschinen entdeckt worden.
Die Bundesanwaltschaft nahm Ermittlungen auf und sprach von einem
«schwerwiegenden Angriff auf die Transport- und Logistikinfrastruktur
in Deutschland».
