Nach Leipzig: Russland droht massives Sanktionspaket der EU
02.09.2026 10:01
Die EU bereitet neue Strafmaßnahmen gegen Russland vor. Bei ihnen
spielen jetzt auch die deutschen Vorwürfe wegen der
Sprengstoff-Drohne in Leipzig eine Rolle.
Wicklow (dpa) - Russland muss nach dem gescheiterten Angriff mit
einer Sprengstoff-Drohne auf dem Flughafen Leipzig/Halle mit einem
umfassenden neuen Sanktionspaket der Europäischen Union rechnen. Die
EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas sagte bei Beratungen der
Außenminister in Irland, es liefen bereits Vorbereitungen, um 1.600
weitere Personen und Unternehmen mit Verbindungen zum
militärisch-industriellen Komplex Russlands mit Strafmaßnahmen zu
belegen. Möglicherweise würden noch weitere hinzukommen.
Die Arbeiten an dem Sanktionspaket hatte Kallas bereits im August
angekündigt, also bevor Deutschland an diesem Dienstag öffentlich
Russland für den Drohnen-Vorfall auf dem Flughafen Leipzig/Halle
verantwortlich machte. Es soll auch die russische Kriegsführung gegen
die Ukraine weiter erschweren.
Zum Drohnen-Vorfall in Leipzig und der deutschen Schuldzuweisung an
Russland sagte Kallas, alle Mitgliedstaaten stünden hinter
Deutschland. «Ich denke, genau diese geschlossene Reaktion brauchen
wir», sagte sie. Was in Leipzig vorgefallen sei, weise alle Merkmale
von staatlich unterstütztem Terrorismus auf.
