Von der Leyen: Infrastruktur wie vorderste Front schützen
02.09.2026 14:48
Die Bundesregierung weist Russland die Schuld für einen versuchten
Drohenanschlag zu. EU-Kommission und Nato zeigen sich entschlossen,
Russland die Stirn bieten zu wollen.
Brüssel (dpa) - EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und
Nato-Generalsekretär Mark Rutte haben angesichts der deutschen
Erkenntnisse zu dem Drohnen-Vorfall in Leipzig dazu aufgerufen,
Investitionen in die Verteidigung gegen Russland weiter zu steigern.
Man müsse die eigene alltägliche Infrastruktur als «Ziele an
vorderster Front» betrachten und sie entsprechend schützen, sagte die
deutsche Politikerin.
Leipzig markiere eine neue Eskalation Russlands auf dem Gebiet der
Europäischen Union. «Dies ist jedoch Teil eines umfassenderen Musters
zunehmend gefährlicher Vorfälle: wiederholtes Eindringen in unseren
Luftraum, Drohnen, die unsere Flughäfen lahmlegen, sowie Störungen
unserer kritischen Infrastruktur», sagte die deutsche Politikerin.
Von der Leyen: Einschüchterung funktioniert nicht
«Wenn damit beabsichtigt war, uns dazu zu bringen, unsere
Unterstützung für die Ukraine noch einmal zu überdenken, kann ich
Ihnen versichern, dass meine Entschlossenheit dadurch nur noch
gestärkt wurde», sagte von der Leyen. Einschüchterung werde nicht
funktionieren.
Nato-Generalsekretär Mark Rutte ergänzte: Wenn Russland glaube, dass
diese Bedrohungen sie spalten werde, irre es sich. «Unsere Einheit
ist unerschütterlich. Unsere Unterstützung für die Ukraine ist
eindeutig», sagte der Niederländer.
