EU-Staaten prüfen Anfrage der Ukraine zu neuer Luftabwehr
02.09.2026 14:53
Zum Schutz vor Russlands Angriffen braucht die Ukraine neue
Luftabwehr. Dabei bittet sie Europa um Hilfe.
Brüssel (dpa) - Die EU-Staaten prüfen einen Antrag der Ukraine auf
Geld für neue Flugabwehr. Das sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula
von der Leyen in Brüssel bei einem Pressetermin mit
Nato-Generalsekretär Mark Rutte. Sie könne die neue
Zahlungsanforderung bestätigen. «Sie hat einen Wert von mehreren
Milliarden Euro und würde die Luftverteidigung der Ukraine abdecken,
einschließlich der hochmodernen
PAC-3-Patriot-Luftverteidigungssysteme.»
Gleichzeitig arbeite Europa mit der Ukraine an dem europaweiten
Raketenabwehrprojekt Freya, sagte von der Leyen. Aus dem
Unterstützungskredit in Höhe von 90 Milliarden Euro für die Ukraine
seien seit Juni bereits 8,5 Milliarden Euro für Drohnen und Raketen
für die Ukraine bereitgestellt worden.
Die Verteidigungsminister der EU-Staaten hatten zum Wochenstart in
Irland über die weitere militärische Unterstützung der Ukraine
beraten. Neue Zusagen für die Lieferung von Patriot-Flugabwehrraketen
zum Schutz vor russischen Angriffen gab es im Zuge dessen nicht. Die
EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hatte am Dienstag nach dem Ende der
Beratungen gesagt, die Bemühungen würden fortgesetzt.
Die Ukraine hatte ihren aktuellen Bedarf an Abfangraketen zuletzt mit
rund 300 Stück angegeben. Ein länger anhaltender Mangel könnte
besonders mit Blick auf russische Angriffe auf die
Energieinfrastruktur im Winter problematisch werden.
