Sturzflut im Himalaya: Zahl der Toten steigt auf knapp 1.400

06.09.2026 15:06

Elf Tage nach der verheerenden Sturzflut sinken die Chancen für die
Rettungsteams, Überlebende zu finden. Über 5.000 Personen gelten
weiterhin als vermisst.

Kathmandu/Peking (dpa) - Elf Tage nach der verheerenden Sturzflut im
Himalaya hat sich die Zahl der Todesopfer auf fast 1.400 erhöht. Mit
1.341 Toten wurde der Großteil auf nepalesischer Seite registriert.
In Tibet stieg die Zahl am Sonntagabend (Ortszeit) von 31 auf 43.
Nach wie vor werden über 5.000 weitere Personen vermisst. 

Die Bergungsarbeiten sind weiterhin in vollem Gange. Zuletzt hatten
die Rettungskräfte in Nepal am Samstag zwei Überlebende geborgen.
Doch mit jedem weiteren Tag sinkt die Chance, noch Menschen lebend
unter den Trümmern zu finden.

Bei der Sturzflut wurden insgesamt elf in Betrieb oder im Bau
befindliche Wasserkraftwerke sowie eine Solaranlage von den Wasser-
und Geröllmassen erfasst. Hunderte von Beschäftigten gehören zu den
Vermissten. Viele von ihnen werden noch in den Stollen und Schächten
der Anlagen vermutet. Spezialistenteams aus Indien, China und
Südkorea beteiligten sich in Zusammenarbeit mit der nepalesischen
Armee weiter an den Such- und Rettungsarbeiten, wie das
Außenministerium in Kathmandu mitteilte.