EU-Außenbeauftragte besorgt über mögliche Folgen des AfD-Erfolgs

07.09.2026 19:39

Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wird die AfD stärkste Kraft.
Dies sieht man in Brüssel angesichts zunehmender Bedrohungen für die
EU durchaus mit Sorge.

Vilnius (dpa) - Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat sich bei
einem Besuch in Litauen besorgt über die möglichen Folgen des
AfD-Erfolgs bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt gezeigt. «Wir
haben die Anschläge in Leipzig und die Sabotageakte miterlebt, und
die Bedrohung nimmt in Europa deutlich zu. Gleichzeitig gewinnen jene
Parteien an Einfluss, die diese Bedrohung ignorieren und behaupten,
wir sollten nichts unternehmen, da es uns nichts angehe», antwortete
Kallas auf einer Pressekonferenz in Vilnius die Frage, was der
Wahlsieg der AfD für die Europäische Union bedeutete.

«Ich befürchte daher, dass wir eines Tages feststellen könnten, dass

wir nicht genug getan haben, um die Bedrohungen abzuwehren und uns zu
verteidigen», sagte Kallas nach einem Treffen mit dem litauischen
Regierungschef Mindaugas Sinkevicius weiter. Sie fügte hinzu, dass es
letztendlich aber am deutschen Volk liege, als demokratischer Staat
seine Entscheidungen zu treffen. Sinkevicius bezeichnete das Ergebnis
der Abstimmung in Sachsen-Anhalt als «besorgniserregend».