EU genehmigt Flugabwehrraketenkäufe für Ukraine in den USA
08.09.2026 17:31
Mit einer Ausnahmeregelung und weiteren 3,2 Milliarden Euro will die
EU die Ukraine beim Schutz ihres Luftraums unterstützen. Profitieren
wird davon auch der größte Nato-Staat.
Brüssel (dpa) - Die EU erlaubt der Ukraine die Nutzung neuer
Finanzhilfen für den Kauf von amerikanischen
Patriot-Flugabwehrraketen. Wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von
der Leyen ankündigte, haben Mitgliedstaaten einer entsprechenden
Ausnahmeregelung zugestimmt. Eigentlich sollen mit EU-Rüstungshilfen
bevorzugt europäische Rüstungsgüter gekauft werden.
Nach Angaben von Kommissionspräsidentin von der Leyen sollen der
Ukraine nun möglichst schnell weitere 3,2 Milliarden Euro ausgezahlt
werden. Das Geld werde es dem Land ermöglichen, seinen Luftraum
besser vor den wahllosen Angriffen Russlands zu schützen, schrieb sie
in einer gemeinsam mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte
veröffentlichten Erklärung.
Die Nato ist an dem Vorhaben über die sogenannte Purl-Initiative
beteiligt. Diese sieht vor, dass in den USA hergestellte
Rüstungsgüter für die Ukraine von den europäischen Verbündeten un
d
Kanada finanziert werden.
Das frische Geld wird konkret über das aktuelle
EU-Unterstützungsdarlehen für die Ukraine bereitgestellt. Dieses
sieht bis Ende 2027 Zahlungen in Höhe von bis zu 90 Milliarden Euro
vor. Die Mittel sollen dem Land die Fortsetzung seines Abwehrkampfes
gegen die russischen Invasionstruppen ermöglichen und es vor einer
Staatspleite bewahren. Der formelle Auszahlungsbeschluss für die 3,2
Milliarden Euro soll nach Angaben aus der Kommission in den kommenden
Tagen gefasst werden.
