Merz spricht mit Costa über EU-Haushalt
08.09.2026 19:12
Wahldebakel und Reformdebatte: In den letzten Tagen hat die Innen-
und Parteipolitik den Kanzler ganz vereinnahmt. Am Mittwoch hat er
wieder einmal einen außenpolitischen Termin. Es geht um viel Geld.
Berlin (dpa) - Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) trifft sich am
Mittwoch in Berlin mit EU-Ratspräsident António Costa. Bei dem
Gespräch im Kanzleramt wird es vor allem um die schwierigen
Beratungen über den EU-Haushalt für die Jahre 2028 bis 2034 gehen.
Die Europäische Kommission schlägt inflationsbereinigt (zu Preisen
von 2025) rund 1,76 Billionen Euro vor, die für verschiedene
EU-Vorhaben genutzt werden sollen - etwa Verteidigungsbeschaffung,
Agrarpolitik, Strukturförderung oder das Austauschprogramm Erasmus.
Das ist deutlich mehr Geld, als für die Jahre von 2021 bis Ende 2027
eingeplant war.
Auch Sicht des Kanzlers ist es viel zu viel. Er hat mit fünf weiteren
europäischen Regierungschefs eine Allianz gegen die Pläne der
Kommission geschmiedet und will das Budget um mehrere hundert
Millionen Euro eindampfen. «Und diese Kürzungen werden alle Bereiche
betreffen müssen», fordert er.
