Merz: Wenig Anzeichen für russische Verhandlungsbereitschaft
09.09.2026 20:21
Die USA haben eine neue Initiative für eine Beendigung des
Ukraine-Kriegs gestartet. Für den Kanzler hängt alles von der
Verhandlungsbereitschaft einer Seite ab.
Berlin (dpa) - Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sieht auf
russischer Seite derzeit kaum echte Bereitschaft, Verhandlungen mit
der Ukraine über eine Friedenslösung aufzunehmen. «Wir haben im
Augenblick wenig Anzeichen dafür, dass die russische Regierung, der
russische Präsident bereit ist, in ernsthafte Gespräche über ein Ende
des Krieges einzutreten», sagte Merz nach einem Gespräch mit
EU-Ratspräsident António Costa in Berlin.
Die Bundesregierung sei weiter mit allen Mitteln bemüht, eine
diplomatische Lösung herbeizuführen. Aber solange sich die russische
Seite verschließe, gebe es derzeit wenig Chancen.
Die USA hatten am Wochenende mit der Reise zweier Vermittler nach
Kiew und Moskau eine neue Initiative gestartet, um zu Verhandlungen
zu kommen. An den Gesprächen in Kiew nahmen auch die außenpolitischen
Berater der Staats- und Regierungschefs von Frankreich,
Großbritannien und Deutschland teil. Die USA setzen nach Angaben aus
dem französischen Präsidentenpalast auf Verhandlungen nach den Wahlen
des russischen Parlaments Duma, die vom 18. bis 20. September
stattfinden soll.
