Kanada und die EU: Brantner unterstützt von der Leyens Vorschlag

17.09.2026 14:46

Kanada soll erstes assoziiertes EU-Mitglied werden. Warum Franziska
Brantner diesen Vorschlag der EU-Kommissionspräsidentin für richtig
hält und welche Fragen noch offen sind.

Berlin (dpa) - Grünen-Chefin Franziska Brantner begrüßt den Vorstoß

von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen für eine engere
Anbindung Kanadas an die Europäische Union. Die Bundesregierung
sollte dieses Vorhaben tatkräftig unterstützen, sagte die
Co-Parteivorsitzende der Deutschen Presse-Agentur. Eine assoziierte
EU-Mitgliedschaft könne eine strategische Partnerschaft bei Handel,
Technologie, Energie, kritischen Rohstoffen, Sicherheit,
Wissenschaft, Bildung und Kultur ermöglichen. In einer Zeit, in der
die regelbasierte Weltordnung unter Druck stehe, brauche es starke
Bündnisse von Staaten, die auf Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und
internationale Zusammenarbeit setzten. «Kanada hat Europas
ausgestreckte Hand ergriffen - wir müssen diesen historischen Moment
nutzen», fordert die Grünen-Politikerin. 

Kanadas Premier will strategische Allianz mit der EU

Von der Leyen hatte Kanada vorgeschlagen, das erste «assoziierte
Mitglied» der EU zu werden. Der kanadische Premierminister Mark
Carney hat positiv auf den überraschenden Vorstoß der
EU-Kommissionspräsidentin reagiert. Der Begriff der assoziierten
Mitgliedschaft ist in den EU-Verträgen bislang nicht konkret
geregelt. Daher müssten die EU-Staaten und Kanada zunächst klären,
welche Rechte und Pflichten sowie welche Form der Beteiligung Kanadas
an EU-Institutionen und Entscheidungsprozessen damit verbunden wären.