Rasmussen: Grönland-Deal beendet «hoffentlich» Unsicherheit
19.09.2026 11:09
Nach einem langen und zähen Streit zeichnet sich mit Blick auf
Grönland eine Einigung mit den USA ab. Dänemarks Außenminister
Rasmussen blickt hoffnungsvoll auf die kommende Woche.
Nuuk/Kopenhagen/Washington (dpa) - Der dänische Außenminister Lars
Løkke Rasmussen hofft nach dem verkündeten Durchbruch im Streit um
die Arktisinsel Grönland auf mehr Stabilität. Eine langanhaltende
Unsicherheit werde hoffentlich bald durch ein verbindliches Abkommen
beendet, teilte Rasmussen auf der Plattform Facebook mit. «Nächste
Woche könnte eine gute Woche werden ... für Grönland, Dänemark und
die USA», schrieb er.
Rasmussen zufolge soll das Abkommen die Sicherheit in der Arktis und
im Nordatlantik stärken und damit auch die gemeinsame Sicherheit in
der Nato und in Europa - unter Wahrung der «roten Linien» des
Königreichs Dänemark.
Unterschiedliche Darstellung der Vereinbarung
Die USA, Dänemark und Grönland hatten am Freitagabend überraschend
einen Durchbruch im Streit um die größte Insel der Welt verkündet. In
der kommenden Woche werde voraussichtlich ein Abkommen mit den USA
unterzeichnet, teilten die Regierungen von Dänemark und Grönland
mit.
US-Präsident Donald Trump hingegen erklärte, das Abkommen sei schon
besiegelt. Dem Republikaner zufolge sichern sich die USA mit der
Vereinbarung etwa weitreichende Befugnisse und Kontrolle über die
Arktisinsel, die zwar weitgehend autonom ist, aber zum dänischen
Hoheitsgebiet gehört.
Die dänische und grönländische Seite bestätigten die Darstellungen
Trumps in dieser Form nicht und äußerten sich deutlich
zurückhaltender. Zum konkreten Inhalt des Abkommens und den Rechten
oder Pflichten der Vertragsparteien machten sie zunächst keine
Angaben.
