Kiew kritisiert Aufhebung von EU-Strafmaßnahmen gegen Russen
22.09.2026 20:10
Tagelang haben die EU-Staaten um die Strafmaßnahmen gegen zwei
russische Milliardäre gerungen - und diese letztendlich aufgehoben.
Die Ukraine findet dazu deutliche Worte und schlägt einen Ausweg vor.
New York (dpa) - Die Aufhebung von EU-Strafmaßnahmen gegen zwei
russische Milliardäre hat die Ukraine als «beschämend und nicht zu
rechtfertigen» bezeichnet. «Moskau feiert, weil es erreicht hat, was
es wollte: ein Gefühl der Straffreiheit, die Demütigung der EU und
Uneinigkeit unter den Europäern», schrieb Außenminister Andrij Sybiha
auf der Plattform X. Der Diplomat forderte «alle» EU-Mitglieder dazu
auf, nun eigene nationale Sanktionen gegen die beiden Russen zu
verhängen.
Zuvor hatte die Europäische Union nach langem Ringen ihre Sanktionen
gegen die russischen Oligarchen Alischer Usmanow und Michail Fridman
aufgehoben. Gleichzeitig wurden Maßnahmen gegen rund 3.000 andere
Personen, Einrichtungen und Unternehmen um 36 Monate verlängert.
Allen gelisteten Akteuren wird vorgeworfen, Russlands Krieg gegen die
Ukraine zu unterstützen oder von der Politik des Kremls zu
profitieren.
Die Ukraine wehrt sich seit Februar 2022 mit westlicher Hilfe gegen
eine großangelegte russische Invasion.
