EU-Zustimmung: Henkel darf Beschichtungsunternehmen kaufen
23.09.2026 13:01
Der Dax-Konzern Henkel will sein Geschäft mit Spezialbeschichtungen
stärken. Die europäischen Wettbewerbshüter sehen keine Hindernisse.
Brüssel/Düsseldorf (dpa) - Die EU-Kommission hat grünes Licht für
Pläne des für Marken wie Persil und Schwarzkopf bekannten
Konsumgüterkonzerns Henkel gegeben. Die Übernahme der im Geschäft mit
Beschichtungen tätigen niederländische Stahl Parent werde nur
begrenzte Auswirkungen auf den Wettbewerb haben, teilte die Brüsseler
Behörde nach der Prüfung mit.
Henkel beschäftigt in Deutschland nach eigenen Angaben rund 8.000
Mitarbeiter, weltweit rund 50.000. 2025 lag der Jahresumsatz bei 20,5
Milliarden Euro. Die Erlöse entfallen etwa zur Hälfte auf den
Konsumgüterbereich mit Körper- und Haarpflegeprodukten sowie Wasch-
und Reinigungsmitteln und auf die Klebstoffsparte. Für die Übernahme
habe man sich mit der Holdinggesellschaft von Stahl Parent auf einen
Kaufpreis von 2,1 Milliarden Euro geeinigt, hatte das Unternehmen im
Februar mitgeteilt.
Stahl bietet Unternehmensangaben zufolge
Hochleistungs-Spezialbeschichtungen für flexible Materialien an, wie
etwa Beschichtungen für Leder, Papierverpackungen und grafische
Anwendungen. Das Unternehmen beschäftigt 1.700 Angestellte und
erzielte im Geschäftsjahr 2025 einen bereinigten Umsatz von rund 725
Millionen Euro.
