Merz berät mit Ministerpräsidenten über EU-Haushalt
23.09.2026 17:30
Bis zum Jahresende will die EU ihre Finanzen für mehrere Jahre
regeln. Es geht um fast zwei Billionen Euro. Aus Sicht des
Bundeskanzlers ist das viel zu viel.
Berlin (dpa) - Im Ringen um den billionenschweren EU-Haushalt stimmt
sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Donnerstag mit den
Ministerpräsidenten der Bundesländer ab. Möglichst bis Jahresende
wollen sich die Mitgliedstaaten der Europäischen Union auf einen
Finanzrahmen für die Jahre 2028 bis 2034 verständigen.
Die Europäische Kommission schlägt inflationsbereinigt (zu Preisen
von 2025) rund 1,76 Billionen Euro vor, die für verschiedene
EU-Vorhaben genutzt werden sollen - von der Verteidigung über die
Agrarpolitik bis zur Strukturförderung. Das ist deutlich mehr Geld,
als für die Jahre von 2021 bis Ende 2027 eingeplant war.
Merz tritt für eine Kürzung um mehrere hundert Milliarden Euro ein
und hat mit Österreich, Schweden, Dänemark, Finnland und den
Niederlanden eine Allianz gegen die Kommissionspläne geschmiedet.
