EU gibt mehr als 700 Millionen Euro für Krisenhilfe weltweit

26.09.2026 22:41

Krieg, Klimawandelfolgen, Vertreibungen und Epidemien: Viele Menschen
auf der Welt leben in großer Not. Die EU will mit Hunderten Millionen
unterstützen.

New York (dpa) - Die EU stellt mehr als 700 Millionen Euro für
Vertriebene in Subsahara-Afrika sowie von Krisen betroffene Menschen
weltweit bereit. Das kündigte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von
der Leyen in einer Videobotschaft für das wegen schweren Wetters
abgesagte Global Citizen Festival in New York an. 

«Konflikte, extreme Wetterereignisse und steigende
Lebenshaltungskosten bringen das Leben vieler Menschen auf der ganzen
Welt aus dem Gleichgewicht», sagte die Spitzenpolitikerin. Mit dem
neuen Paket in Höhe von fast 710 Millionen Euro würden vertriebene
Gemeinschaften in ganz Afrika unterstützt sowie die Gemeinschaften,
die sie aufnehmen. Außerdem werde die Nothilfe für Menschen
aufgestockt, die von den Kriegen im Nahen Osten und in der Ukraine
betroffen sind.

Konkret sollen 380 Millionen Euro in «migrationsbezogene Maßnahmen»
in afrikanische Länder südlich der Sahara fließen. Im Mittelpunkt
stünden unter anderem der Schutz besonders schutzbedürftiger
Migrantinnen und Migranten, die Unterstützung freiwilliger Rückkehr
und Reintegration, sowie die Reaktion auf Vertreibung, hieß es von
der Brüsseler Behörde. 7,5 Millionen Euro sollen in der
Demokratischen Republik Kongo eingesetzt werden, um die Reaktion auf
die Ebola-Krise zu unterstützen und langfristig die Vorsorge zu
stärken.

Ausbau der humanitären Hilfe

Mit 252 Millionen Euro sollen Menschen und Gemeinschaften unterstützt
werden, die etwa wegen Konflikten, Vertreibung, Epidemien und
Naturkatastrophen dringende Hilfe benötigen. Für dieses Geld steht
die finale Zustimmung der zuständigen Haushaltsbehörde noch aus. In
Subsahara-Afrika sollen 97 davon Millionen Euro helfen, den
wachsenden Bedarf an Hilfe durch Konflikte, Ernährungsunsicherheit,
Mangelernährung und Klimaschocks zu decken.

Weitere 103 Millionen Euro sollen an schutzbedürftige
Bevölkerungsgruppen in Palästina und im Libanon gehen, «wo anhaltende

Kampfhandlungen, großflächige Vertreibung und die erhebliche
Belastung grundlegender Dienstleistungen zu einer akuten humanitären
Notlage führen», so die Kommission. In der Ukraine sollen 52
Millionen Euro humanitäre Hilfe und die Notfallvorsorge unterstützen.
Dazu gehören Maßnahmen zur Vorbereitung auf den Winter, Unterkünfte,

grundlegende Dienstleistungen und Soforthilfe im Energiebereich.