Nach russischer Warnung: Deutsche Botschaft bleibt in Kiew
04.10.2026 12:34
Russland warnt während des Krieges gegen die Ukraine zum wiederholten
Mal Ausländer und Diplomaten vor Reisen in das Nachbarland und
insbesondere nach Kiew. Zwei westliche Botschaften antworten.
Kiew (dpa) - Nach einer wiederholten russischen Warnung haben die
Botschafter Deutschlands und der Europäischen Union demonstrativ
verkündet, nicht aus der ukrainischen Hauptstadt Kiew wegzugehen.
«Amen - wir bleiben», schrieb der deutsche Botschafter Boris Ruge auf
der Plattform X. Er antwortete damit auf einen Beitrag der
EU-Botschafterin Katarina Mathernova. Diese hatte ebenso bekräftigt,
trotz der Gefahr in der Dreimillionenstadt bleiben zu wollen.
«Drohungen werden die Unterstützung Europas für die Ukraine nicht
aufhalten. Sie erinnern uns nur daran, warum diese Unterstützung so
wichtig ist!», schrieb die Diplomatin.
Am Samstag hatte das russische Außenministerium eine Warnung vom Mai
an ausländische Staatsbürger und Diplomaten erneuert und sie
aufgefordert, Kiew zu verlassen und nicht mehr in die Ukraine zu
reisen. Trotzdem kam nun Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nach
Kiew. Die Reise war zuvor aus Sicherheitsgründen nicht angekündigt
worden.
Zuletzt hatte das russische Militär seine Angriffe auf die
ukrainische Hauptstadt verstärkt. Auch tagsüber wird die
Dreimillionenstadt immer wieder von russischen Drohnen angegriffen.
Die Ukraine wehrt sich seit Februar 2022 mit westlicher Hilfe gegen
die russische Invasion. Deutschland und die Europäische Union sind
dabei die Hauptunterstützer des osteuropäischen Landes.
