EU kritisiert Trumps Diesel-Deal: Geld für Russlands Krieg

10.10.2026 16:46

Die EU wirft den USA vor, mit dem Diesel-Deal Russland neue Einnahmen
zu verschaffen. Am Montag soll nun ein ganz anderes Zeichen gesetzt
werden.

Brüssel (dpa) - Die EU übt scharfe Kritik an der Diesel-Vereinbarung
von US-Präsident Donald Trump mit Kremlchef Wladimir Putin. «Bei
russischen Angriffen sind innerhalb von zwei Tagen mehr als 80
ukrainische Zivilisten getötet worden. Zugleich hat Russland seine
hybriden Angriffe gegen Europa verstärkt - sowohl gegen
EU-Mitgliedstaaten als auch gegen Nato-Verbündete», erklärte die
EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas zu den neuen Entwicklungen. Das
Aussetzen von Sanktionen gegen russische Diesellieferungen verschaffe
Moskau zusätzliche Einnahmen, um seinen Krieg zu finanzieren.

Kallas betonte, dass die EU den Druck auf Russland nicht verringern
werde. An diesem Montag wollten die EU-Außenminister so viele neue
Personen und Organisationen wegen ihrer Unterstützung für Russlands
Kriegsmaschinerie sanktionieren wie noch nie seit Kriegsbeginn.

US-Präsident Trump hatte zuvor nach einem Gespräch mit Putin eine
Vereinbarung zu Lieferungen von Hunderttausenden Tonnen Diesel aus
Russland verkündet. Die USA wollen dafür vorübergehend Sanktionen
gegen russischen Diesel aufheben. Der Kreml bestätigte den Deal.
Trump steht in den USA angesichts gestiegener Spritpreise vor den
wichtigen Zwischenwahlen in weniger als einem Monat aktuell stark
unter Druck.