Wadephul: Beispiellose Sanktionen gegen Putins Kriegswirtschaft
12.10.2026 08:49
Die EU will heute Strafmaßmaßnahmen gegen mehr als 1.600 Personen und
Unternehmen in Russland beschließen. Der deutsche Außenminister sieht
darin eine deutliche Botschaft an Moskau.
Berlin/Luxemburg (dpa) - Bundesaußenminister Johann Wadephul wertet
die geplanten weiteren Strafmaßnahmen gegen Russland als
«beispiellosen Sanktionsschlag» gegen die Kriegswirtschaft von
Präsident Wladimir Putin. «Wir erschweren es für Putin damit, seinen
völkerrechtswidrigen Invasionskrieg fortzusetzen - und seinen
zynischen Versuch, die ukrainische Zivilbevölkerung mit mörderischem
Bombenterror zu zermürben», erklärte der CDU-Politiker, der wegen
einer Klausur der Spitze seiner Partei in Berlin nicht selbst an den
Beratungen in Luxemburg teilnehmen konnte.
Die Außenminister der EU-Staaten wollen heute so viele neue Personen
und Organisationen wegen ihrer Unterstützung für Russlands
Kriegsmaschinerie sanktionieren wie noch nie zuvor. Nach Angaben von
EU-Beamten werden knapp 1.600 Akteure mit Verbindungen zum
militärisch-industriellen Komplex des Landes betroffen sein. Zudem
sind Strafmaßnahmen gegen 77 Akteure geplant, die jüngst an der
Ausrichtung der unrechtmäßigen Duma-Wahlen in besetzten ukrainischen
Gebieten beteiligt waren.
Wadephul sagte: «Wir erhöhen den Druck, bis Putin bereit ist,
ernsthaft über Frieden in der Ukraine zu verhandeln. Die Botschaft
ist klar: Russland kann und wird diesen Krieg nicht gewinnen.»
