Arbeitsmarkt-Integration: Tausende erhalten Unterstützung
13.10.2026 11:18
Viele Menschen haben es nicht leicht auf dem Arbeitsmarkt. Mit Geld
aus Brüssel und der Landeskasse organisiert Thüringen Unterstützung
für sie. Wer sie nutzt.
Erfurt (dpa/th) - Für Tausende Thüringer sollen durch
Integrationsangebote die Hürden auf dem Arbeitsmarkt gesenkt werden.
Seit dem Start des Programms vor zwei Jahren seien mehr als 3.800
Frauen und Männer gefördert worden, teilte das Arbeitsministerium in
Erfurt mit. Für Integrationsprojekte ständen rund zehn Millionen Euro
zur Verfügung, 60 Prozent des Geldes kommt nach Ministeriumsangaben
aus Brüssel, 40 Prozent steuere die Landeskasse bei.
Die Angebote liefen seit August 2024 und gingen zunächst bis Ende
2026. «Eine Weiterführung für den Zeitraum vom 1. Januar 2027 bis zum
30. Juni 2028 ist in Planung», erklärte Arbeitsministerin Katharina
Schenk (SPD). Die Projekte setzten auf individuelle Begleitung. Das
Spektrum reiche von der Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche, die
Vermittlung von Praktika oder die Kontaktaufnahme zu Arbeitgebern.
Schenk: Förderung fortsetzen
Auch wenn sie vorrangig dazu dienten, die Beschäftigungsfähigkeit von
Menschen zu verbessern oder wiederherzustellen, gebe es erste
Vermittlungserfolge auf dem Arbeitsmarkt. Mehr als 800 Teilnehmer
seien in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung gestartet,
45 in eine Ausbildung. In vielen Fälle folgten Qualifizierung oder
Weiterbildung; fast 60 Teilnehmer absolvierten im Anschluss einen
Freiwilligendienst oder freiwilligen Wehrdienst.
Schenk hatte nach Ministeriumsangaben Anfang Oktober in Brüssel dafür
geworben, die Finanzierung über den europäischen Sozialfonds in den
kommenden Jahren weiterzuführen. Unterstützt würden Menschen, die
beim Zugang zu Ausbildung oder Beschäftigung auf besondere Hürden
stoßen - beispielsweise durch fehlende oder nicht anerkannte
Bildungsabschlüsse, sprachliche Barrieren, gesundheitliche
Einschränkungen, fehlende Mobilität oder familiäre Verpflichtungen.
