Lettlands Regierungschef: Ein Bier weniger für die Ukraine
15.10.2026 12:49
Der lettische Ministerpräsident Kulbergs wirbt für mehr Unterstützung
der Ukraine. Das kostet zwar - aber er hat einen griffigen Vergleich.
Brüssel (dpa) - Mit Blick auf die weitere Unterstützung der Ukraine
hat Lettlands Regierungschef Andris Kulbergs die EU-Staaten
aufgefordert, weniger an den eigenen Komfort zu denken. Die
finanzielle Belastung sei überschaubar: Für jeden Europäer gehe es um
ein Bier weniger im Jahr. «Das können wir uns leisten.»
Das Geld werde in der Ukraine dagegen dringend gebraucht. Vor dem
Land liege ein harter Winter. «Wenn die Ukraine stark bleibt, bleibt
auch Europa stark», sagte Kulbergs. Was für Europäer den Verzicht auf
ein Bier bedeute, könne dort Leben retten. «Wenn wir weniger trinken,
werden ihre Leben gerettet. So einfach ist das.»
Die schwierige Lage und der Finanzierungsbedarf der Ukraine ist ein
zentrales Thema beim Herbstgipfel der Staats- und Regierungschefs der
EU-Staaten.
