Deutschland kann sich sechs Milliarden aus EU-Topf sichern
21.10.2026 13:26
Die Bundesrepublik hat bei Reformen geliefert - nun soll sie dafür
EU-Fördergelder bekommen. Für die Auszahlung fehlt noch ein letzter
Schritt.
Brüssel (dpa) - Die EU-Kommission hat grünes Licht für die Auszahlung
von Finanzhilfen in Höhe von sechs Milliarden Euro für Deutschland
gegeben. Das Geld soll etwa in die energieeffiziente Renovierung von
36.000 Gebäuden, den Kauf von Elektrofahrzeugen und Ladestationen
sowie Digitalisierungsprojekte in mehr als 1.600 deutschen
Krankenhäusern fließen, wie die Brüsseler Behörde mitteilte.
Das Geld stammt aus einem in der Corona-Krise geschaffenen
EU-Fördermitteltopf. Er wurde 2021 eingeführt, um die
wirtschaftlichen Schäden durch die Pandemie zu bewältigen. Finanziert
werden die Mittel über Schulden, die bis 2058 gemeinsam getilgt
werden sollen.
Einschließlich der vorgesehenen Zahlung belaufen sich die Mittel aus
dem Corona-Aufbaufonds für Deutschland auf 30,3 Milliarden Euro.
Bevor die letzte Tranche ausgezahlt wird, muss der Wirtschafts- und
Finanzausschuss des Rates noch zustimmen.
Deutschland hat Etappenziele umgesetzt
Die Bundesrepublik habe Reformen beim klimafreundlichen Umbau von
Verkehrs- und Energieinfrastruktur, bei der Energieeffizienz im
Wohnungsbau sowie Digitalisierung des Gesundheitswesens und der
öffentlichen Verwaltung umgesetzt, hieß es seitens der Kommission.
Die Förderung läuft bis Ende des Jahres. Mitgliedstaaten mussten alle
noch offenen Etappenziele, an deren Erreichung die Förderung hängt,
bis zum 31. August umsetzen und Zahlungsanträge bis Ende September
einreichen.
