EU-Länder einig bei Haltung zu Cookie-Abfragen im Internet

22.10.2026 00:01

Annehmen, Ablehnen oder irgendwas dazwischen: Cookie-Abfragen sind
zur dauerhaften Begleiterscheinung beim Surfen geworden. Eine Idee
aus Brüssel soll das ändern - hat es aber schwer.

Brüssel (dpa) - In der Debatte um die umstrittenen Cookie-Banner
haben sich die EU-Staaten auf eine gemeinsame Position geeinigt. Die
Mitgliedsländer lehnen einen Vorschlag der Europäischen Kommission
zur Reduzierung aufploppender Cookie-Abfragen im Internet ab, wie aus
einer Mitteilung hervorgeht. 

Die Brüsseler Behörde hatte vorgeschlagen, dass Internetnutzer ihre
Einstellungen zu Cookies auf dem eigenen Gerät speichern können
sollten. Diese Einstellung würde dann automatisch an die Seiten
übermittelt werden, anstatt immer wieder manuell zuzustimmen oder
abzulehnen.

EU-Staaten wollen andere Lösung für weniger Cookie-Abfragen 

Um den Nutzern dennoch mehr Abfragen zu ersparen, wollen die
Mitgliedsländer laut Mitteilung mehr Ausnahmen für die Betreiber von
Internetseiten schaffen. Demnach soll es den Anbietern ohne vorherige
Einwilligung ihrer Besucherinnen und Besucher erlaubt sein, Cookies
zur Diensterbringung, Reichweitenmessung oder IT-Sicherheit zu
nutzen. 

Bevor Änderungen in Kraft treten können, müssen Vertreter der
EU-Staaten und Abgeordnete des Europaparlaments eine Einigung finden.
Eine Positionierung des EU-Parlaments gibt es aber bislang nicht. Da
neben Cookie-Bannern auch zahlreiche andere Änderungen an
Digitalgesetzen diskutiert werden müssen, könnten die Verhandlungen
Wochen oder Monate dauern.