EU-Kommission will Europa besser auf Klimafolgen vorbereiten
26.10.2026 17:30
Zehntausende Hitzetote, Hunderttausende verbrannte Hektar: Das ist
die Bilanz des heißesten Sommers aller Zeiten in Westeuropa. Die
EU-Kommission will den Kontinent für die Zukunft besser wappnen.
Brüssel (dpa) - Mit verschiedenen Maßnahmen will die Europäische
Kommission Europa besser auf Dürren, Überschwemmungen, Waldbrände und
andere Folgen des Klimawandels vorbereiten. An diesem Dienstag legt
die Brüsseler Behörde eine neue Strategie dazu vor, wie besser mit
Herausforderungen wie etwa Hitze umgegangen werden kann.
Im September hatte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen
unter anderem angekündigt, mit dem Vorstoß einen
gesamtgesellschaftlichen Ansatz verfolgen zu wollen, bis auf die
lokale Ebene. «Es waren die heißesten Sommermonate aller Zeiten -
aber vielleicht die kühlsten der kommenden Jahre», sagte sie damals.
Nach Daten vom EU-Erdbeobachtungsprogramm Copernicus war der Sommer
für Westeuropa der wärmste seit Aufzeichnungsbeginn. Bis zum 2.
September sei die in der EU verbrannte Fläche fast doppelt so groß
wie im Schnitt der Jahre 2006 bis 2025 gewesen. Nach Schätzung
britischer Wissenschaftler kostete die Hitze im Sommer in
europäischen Städten etwa 50.000 Menschen das Leben - mehr als je
zuvor. In Deutschland starben bis Ende des Sommers nach Schätzungen
des Robert Koch-Instituts (RKI) rund 16.000 Menschen infolge von
Hitze, deutlich mehr als in den vergangenen Jahren.
