Backhaus zu Fischereitreffen: Hätte schlimmer kommen können
28.10.2026 07:18
Für die deutschen Ostseefischer gibt es nach einer Einigung der
EU-Minister keine neuen Einschränkungen. Minister Backhaus ist
erleichtert und sieht eine Chance für das kommende Jahr.
Schwerin/Luxemburg (dpa/mv) - Mecklenburg-Vorpommerns
Fischereiminister Till Backhaus (SPD) hat sich erleichtert darüber
gezeigt, dass die Küstenfischerei an der Ostsee nicht noch weiter
eingeschränkt werden soll. Es sei gelungen, größere Einschnitte
abzuwenden, sagte der Minister laut einer Mitteilung am späten
Dienstagabend mit Blick auf ein EU-Ministertreffen.
Deutsche Ostseefischer dürfen etwa weiter mit kleinen Booten und
passivem Fanggerät wie Stellnetzen gezielt Heringe fangen. Darauf
hatten sich die für Fischerei zuständigen Ministerinnen und Minister
der EU-Staaten am Montag geeinigt und damit einen Vorschlag der
EU-Kommission abgelehnt. Hering in der an Deutschland grenzenden
westlichen Ostsee und Dorsch in der westlichen und östlichen Ostsee
dürfen 2027 zudem im gleichen Umfang als Beifang angelandet werden
wie bisher.
«Sicher hätte ich mir gewünscht, dass für unsere kleine handwerklic
he
Küstenfischerei mehr Heringsfang möglich sein würde. Zumal die
geringen Quoten für den Gesamtbestand entsprechend wissenschaftlichen
Erkenntnissen keine Rolle spielen», sagte Backhaus. «Aber wenigstens
kann weiterhin mit passiven Fanggeräten wie Stellnetzen und Reusen
auf den westlichen Hering gefischt werden.» Unterm Strich müsse er
sagen, dass es hätte schlimmer kommen können. «Wie es aussieht hat
unsere kleine Küstenfischerei, die ein besonderes Kulturgut für unser
Land darstellt, eine Chance, auch das kommende Jahr zu überstehen.»
