EU-Behörde deckt illegalen Handel mit THC-Fruchtgummis auf
29.10.2026 13:20
Vertraute Verpackung, berauschender Inhalt: Behörden stoßen in
Frankreich auf gefälschte Fruchtgummis mit einem Cannabis-Wirkstoff.
Brüssel (dpa) - Bei Ermittlungen zu Fruchtgummis mit einem
Cannabis-Wirkstoff in gefälschten Verpackungen haben Behörden
Tausende Packungen beschlagnahmt und vernichtet. Außerdem seien
mehrere Onlinehändler identifiziert worden, die diese Art von
Produkten verkauften, teilte das Europäische Amt für
Betrugsbekämpfung mit (Olaf; französisches Akronym für Office
européen de lutte anti-fraud).
Der französische Zoll habe zwei Lieferungen von insgesamt 3.560
Packungen aus den USA mit dem Ziel Niederlande gemeldet, hieß es. Ein
großer Teil der beschlagnahmten Packungen ahmte demnach das
Erscheinungsbild einer bekannten Marke nach.
Die Süßigkeiten enthielten nach Angaben von Olaf Tetrahydrocannabinol
(THC), den Hauptbestandteil von Cannabis mit berauschender Wirkung.
Verbraucherinnen und Verbraucher könnten durch die vertraute
Verpackung fälschlicherweise davon ausgehen, ein gewöhnliches und
sicheres Süßwarenprodukt zu kaufen, warnte Olaf. Sie erhielten keine
Informationen darüber, welche weiteren Inhaltsstoffe verwendet oder
unter welchen Bedingungen die Produkte hergestellt worden seien.
Gefahr vor allem für Kinder
«Fälschungen dieser Art täuschen nicht nur die Verbraucher und
schaden seriösen Unternehmen, sondern können auch die Gesundheit und
Sicherheit gefährden - insbesondere die von Kindern», sagte
Olaf-Direktor Petr Klement der Mitteilung zufolge.
Darüber hinaus stieß Olaf in Frankreich auf mehrere Internetseiten
und stationäre Geschäfte, die illegale psychoaktive oder
betäubungsmittelhaltige Produkte anboten. Die Informationen wurden an
die französischen Behörden weitergegeben, die über mögliche weitere
Schritte entscheiden sollen.
