EU-Kommission legt Fahrpläne für Beitritt von vier Ländern vor

03.11.2026 17:30

Die Ukraine, Moldau, Montenegro und Albanien warten auf den nächsten
Schritt Richtung EU. Die Kommission will zeigen, wie der Weg
weitergehen könnte.

Brüssel (dpa) - Die Europäische Union will weiter wachsen - wie
schnell und mit welchen neuen Mitgliedsländern? An diesem Mittwoch
will die EU-Kommission Fahrpläne für den Beitritt der Ukraine und
Moldau sowie der Westbalkanländer Montenegro und Albanien vorlegen.
Dazu will die Brüsseler Behörde auch präsentieren, wie die Länder
schrittweise in die Staatengemeinschaft integriert werden können.

Vor einem EU-Beitritt soll in langjährigen Verhandlungsprozessen
sichergestellt werden, dass ein Kandidatenland alle Voraussetzungen
für eine Mitgliedschaft erfüllt. Am weitesten im EU-Aufnahmeprozess
ist der Kommission zufolge Montenegro. Es wird damit gerechnet, dass
es im kommenden Jahr die Voraussetzungen für den Beitritt erfüllen
könnte. 

Wachsen der Staatengemeinschaft soll für Stabilität sorgen

Die Kommission sieht in einem Wachsen der Staatengemeinschaft auch
eine geopolitische Investition in Frieden, Sicherheit und
langfristige Stabilität auf dem gesamten Kontinent. Die Aufnahme
weiterer Staaten soll etwa auch den Einfluss der EU stärken und
verhindern, dass Länder aus Enttäuschung über eine fehlende
Beitrittsperspektive engere Partnerschaften mit Russland oder China
eingehen.

Gerade der Westbalkan gilt als strategisch besonders wichtige Region,
unter anderem wegen seiner Bedeutung für die europäische Sicherheit,
Energieversorgung und Migrationspolitik. Mit einer Aufnahme der
Ukraine und Moldaus würde die EU zudem ihren Einflussraum weit nach
Osten ausdehnen.

Auch Serbien, Bosnien-Herzegowina, Nordmazedonien, das Kosovo, die
Türkei und Georgien sind EU-Beitrittsanwärter.