EU: 13,5 Millionen Euro für El-Niño-Vorbereitung in Afrika

06.11.2026 15:49

Seit Beginn der Messungen wurde noch kein so starker El Niño
registriert wie der nun erwartete. Die EU unterstützt nun
afrikanische Länder bei der Vorbereitung.

Brüssel (dpa) - Damit sich das östliche und südliche Afrika besser
auf das vermutlich folgenreiche Wetterphänomen El Niño vorbereiten
kann, stellt die EU 13,5 Millionen Euro bereit. Das Geld soll in
besonders gefährdeten Gebieten eingesetzt werden, teilte die
Europäische Kommission in Brüssel mit.

Sechs Millionen Euro sollen etwa nach Somalia fließen, damit
Evakuierungsstandorte besser vorbereitet und Gesundheits- und
Ernährungsangebote ausgebaut werden können. Eine Million Euro soll in
Kenia die Vorsorge in besonders gefährdeten Gebieten stärken, eine
weitere in Uganda die laufenden Hilfsmaßnahmen angesichts der
anhaltenden Ernährungsunsicherheit ausweiten. Im südlichen Afrika und
in der Region des Indischen Ozeans sind 5,5 Millionen Euro für
vorausschauende Maßnahmen und frühzeitige Hilfsmaßnahmen vorgesehen,

um die Auswirkungen abzumildern.

Die Vereinten Nationen rechnen mit einer beispiellosen Stärke des
Wetterphänomen El Niño und womöglich verheerenden Folgen. El Niño i
st
ein natürliches Phänomen im Pazifik, das alle zwei bis sieben Jahre
auftritt. Es wird nicht durch den Klimawandel verursacht, kann dessen
Folgen aber zusätzlich verschärfen. 

Nach Angaben des EU-Klimawandeldienstes Copernicus erreichte die
Meerestemperatur an der Oberfläche des zentralen und östlichen
äquatorialen Pazifik, der von dem Klimaphänomen besonders betroffen
ist, im Oktober den Rekordwert von 29,94 Grad Celsius. Damit lag sie
weit über der Temperatur bei vergangenen starken El-Niño-Ereignissen,
etwa in den Jahren 2015/2016 und 1997/1998.