Gift in Babynahrung - EU legt Grenzwerte fest
06.11.2026 18:42
Weltweite Rückrufe von Babynahrung zu Jahresbeginn: In den Produkten
wurde das von Bakterien gebildete Gift Cereulid entdeckt. Die
EU-Länder haben nun reagiert.
Brüssel/Parma (dpa) - Nach dem Skandal um verunreinigte Babynahrung
hat die EU Höchstgrenzen für Cereulid in den Produkten festgelegt.
Das ist ein von Bakterien gebildetes Gift, das zu plötzlicher
Übelkeit, Erbrechen und Magenschmerzen führen kann. Zu Beginn des
Jahres hatte es weltweite Rückrufe von Babynahrung gegeben. Die
Cereulid-Kontamination war nach Angaben der Europäischen Behörde für
Lebensmittelsicherheit auf verunreinigtes Arachidonsäure-Öl aus China
zurückzuführen ist, das bei der Herstellung verwendet wurde.
Auf der Grundlage einer Bewertung der Behörde haben die
Mitgliedstaaten nun ein dauerhaftes Lebensmittelsicherheitskriterium
für Säuglingsanfangsnahrung, Folgemilch und Lebensmitteln für
besondere medizinische Zwecke für Säuglinge festgelegt, wie die
EU-Kommission mitteilte. Es seien strenge Höchstgrenzen für das
Vorkommen des Toxins in getrockneten und flüssigen Produkten
festgelegt worden.
