Glühbirnen-Verbot in der Europäischen Union

Bis wann wird die herkömmliche Glühbirne in der EU verboten?

Herkömmliche Glübirnen werden in der EU schrittweise verboten. Wie von der Europäischen Kommission in der „Verordnung zu Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung von Haushaltslampen" (Nr. 244/2009) beschlossen, soll die Glühbirne bis 2012 in ganz Europa verschwinden.

Zum 1. September 2009 werden zuerst alle matten Glühbirnen sowie klare Leuchten mit einer Leistung von 100 Watt aus dem Sortiment genommen. Am 1. September 2010 folgen dann Birnen mit einer Leistung von 75 Watt, zum 1. September 2011 die Leuchten mit einer Leistung von 60 Watt. Ab dem 1. September 2012 werden schlussendlich auch die Glühbirnen der Stärken 40 und 25 Watt verboten. Ausnahmen gelten zum Beispiel für Glühbirnen in Taschenlampen oder in Autos. Als weiterer Schritt in Richtung Energieeffizienz ist geplant, ab 2016 auch die Energieklasse C bei Leuchtmitteln abzuschaffen.

Begründet wird das Verbot mit der geringen Energieeffizienz der herkömmlichen Glühbirne: Nur ungefähr fünf Prozent der verbrauchten Energie werden genutzt, um Licht zu erzeugen, der Rest geht als Wärme verloren. Sparsamer sind Energiesparlampen, LEDs und Halogenleuchtmittel. Eine Alternative zu den oft als kalt und ungemütlich empfundenen Energiesparlampen stellen dabei Halogenleuchtmittel in traditioneller Glühbirnenform dar. Hier beträgt die Energieersparnis 30 Prozent.

EU-weit rechnet die Kommission mit Einsparmöglichkeiten für die Verbraucher von jährlich 5-8 Milliarden Euro sowie mit 23 Millionen Tonnen weniger CO2-Emissionen. Für Deutschland wird mit Einsparungen von jährlich ungefähr 7,5 Milliarden Kilowattstunden gerechnet. Durch den Verzicht auf die herkömmliche Glühbirne ließe sich der jährliche Stromverbrauch in Deutschland damit um die Kapazität von zwei Atomkraftwerken reduzieren.

Ein weiteres Argument, das oft gegen Energiesparlampen angeführt wird, ist ihre vermeintlich schlechtere Ökobilanz. Nicht nur wird für die Herstellung ungefähr zehn Mal so viel Energie verbraucht wie bei der Glühbirne, Energiesparlampen enthalten außerdem Quecksilber und müssen als Sondermüll entsorgt werden. Mehrere Untersuchungen, unter anderem von der Zeitschrift „Ökotest", kommen jedoch zu dem Ergebnis, dass die Ökobilanz der Energiesparlampe dennoch positiv ist. Dies liegt vor allem an der ungefähr achtmal längeren Lebensdauer und dem geringeren Energieverbrauch im Vergleich zur Glühbirne.

 

 



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