Muster für einen europäischen Lebenslauf

Europäische Formulare für die Bewerbung

Jeder EU-Bürger hat das Recht, in jedem EU-Land zu leben und zu arbeiten. Dieses Recht, wird aus der Sicht der Europäischen Kommission immer noch von viel zu wenig EU-Bürgern genutzt. Um auch die kleinen Mobilitätshindernisse aus dem Weg zu räumen, stehen mittlerweile eine Reihe von Formularen zur Verfügung, die europaweit immer mehr zum Einsatz kommen und mittlerweile auch zunehmend Anerkennung finden. Dazu zählt auch der Europass-Lebenslauf.

Diese Formulare sind:

Europass-Lebenslauf: Dieser formalisierte Lebenslauf soll helfen, Kompetenzen und Berufserfahrung des Bewerbers so klar und verständlich darzustellen, dass Personalchefs in ganz Europa sofort wissen, woran sie sind. Um Missverständnisse zu vermeiden: Der europäische Lebenslauf stellt keine verbindliche Norm dar, seine Nutzung ist vollkommen freiwillig, es sei denn - wie in Ihrem Fall - die ausschreibende Stelle macht dies zur Voraussetzung. Das Muster sowie die Anleitungen zum Ausfüllen stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung auf seinen Internetseiten zur Verfügung. Dort können Sie das Formular auch online ausfüllen.

Das europäische Muster dient als Vorlage für Lebensläufe - sowohl als elektronische Fassung als auch auf Papier. Anders als bei uns üblich wird auf ein Foto verzichtet. Neben der beruflichen Qualifikation wird auch der Darstellung von sozialen Fähigkeiten und Erfahrungen, die außerhalb der klassischen Berufsausbildung gesammelt wurden, besonderes Gewicht gegeben. Eine eigene Rubrik widmet sich den "persönlichen Fähigkeiten und Kompetenzen", die nicht unbedingt Gegenstand von formalen Zeugnissen und Diplomen sein müssen.

Europass-Sprachenpass: Der Europass-Sprachenpass bietet Ihnen die Möglichkeit, die eigenen Sprachkenntnisse - Kenntnisse, die für das Lernen und Arbeiten in Europa unerlässlich sind - detailliert darzustellen. Der Europass-Sprachenpass wurde vom Europarat als Teil des Europäischen Sprachenportfolios entwickelt, das aus drei Dokumenten besteht: dem Sprachenpass, einer Sprachbiografie und einem Dossier.

Europass-Mobilitätsnachweis: Der Europass-Mobilitätsnachweis dient zur Erfassung eines jeden organisierten Zeitabschnitts, den eine Person zu Lern- oder Ausbildungszwecken in einem anderen europäischen Land verbringt. Dazu zählen beispielsweise:

Zwei Partnerorganisationen - eine im Herkunftsland und eine im Gastland - betreuen das Mobilitätsprojekt. Die beiden Partner treffen eine Vereinbarung über Ziele, Inhalte und Dauer des Mobilitätsprojekts; im Gastland wird ein Mentor benannt. Als Partner können beispielsweise Universitäten, Schulen, Ausbildungseinrichtungen, Betriebe oder NROs fungieren. Der Europass-Mobilitätsnachweis kann jeder Person ausgestellt werden, die in einem europäischen Land ein Mobilitätsprojekt absolviert, und zwar unabhängig von Alter und Bildungsstand der betreffenden Person.

Der Europass-Mobilitätsnachweis wird von den an dem jeweiligen Mobilitätsprojekt beteiligten Partnern - der Entsende- und der Gastorganisation - in einer Sprache ausgefüllt, die zwischen den beiden Partnerorganisationen und dem Inhaber des Mobilitätsnachweises vereinbart wurde. Fragen Sie bitte bei der Organisation nach, die Sie ins Ausland entsandt hat, und bitten Sie diese, sich an die zuständige Nationale Europass-Zentralstelle zu wenden. Der Zugang zu diesem Bereich ist Organisationen vorbehalten, die den Europass-Mobilitätsnachweis verwenden. Ein Passwort erhalten Sie auf Anfrage bei Ihrer Nationalen Europass-Zentralstelle.

Europass-Zeugniserläuterung: Die Europass-Zeugniserläuterung wird Inhabern eines beruflichen Abschlusszeugnisses ausgestellt. Sie stellt ergänzende Informationen zu dem betreffenden beruflichen Abschlusszeugnis bereit und erleichtert so insbesondere Arbeitgebern und Organisationen im Ausland eine solide Einschätzung des Originalabschlusses. Die Informationen, die die Europass-Zeugniserläuterung enthält, werden von den zuständigen Zeugnis erteilenden Behörden bereit gestellt. Die Europass-Zeugniserläuterung wird von den Behörden ausgestellt, die auch das eigentliche berufliche Abschlusszeugnis ausstellen.

Europass-Diplomzusatz: Der Europass-Diplomzusatz wird erfolgreichen Absolventen einer Hochschuleinrichtung ergänzend zu ihrem Originalabschlusszeugnis ausgestellt. Er trägt zur besseren Verständlichkeit der Hochschulabschlüsse insbesondere außerhalb des jeweiligen Ausstellungslandes bei. Entwickelt wurde der Diplomzusatz in Zusammenarbeit mit der UNESCO und dem Europarat. Der Europass-Diplomzusatz wird von der Hochschuleinrichtung ausgestellt, die auch das eigentliche Hochschulzeugnis bzw. -diplom ausstellt.

Erste Adresse bei allen Fragen rund um den Europass in Deutschland ist die InWEnt gGmbH in Bonn. Als Nationales Europass Center (NEC) ist sie in ein europäisches Netzwerk eingebunden. Sie hat u.a. die Aufgabe, die Bürgerinnen und Bürger, aber auch interessierte Akteure, Institutionen und Betriebe über den europass und die einzelnen Instrumente zu informieren und zu beraten.

Weitere Informationen:

Nationales Europass Center (NEC) in der
Nationalen Agentur Bildung für Europa

beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BIBB) 
Robert-Schuman-Platz 3
53175 Bonn

Tel: +49 (0)228 107-1645, -1672
E-Mail: europass@bibb.de
http://www.europass-info.de

 

 

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