Kann ich meine Immobilie bei einer Bank im Ausland finanzieren?

Kann man im Binnenmarkt nicht nur günstig einkaufen, sondern auch günstiger finanzieren?

Die Finanzierung einer inländischen Immobilie durch eine ausländische europäische Bank ist seit der Vollendung des Binnenmarktes 1993 grundsätzlich möglich. Durch die Einführung der gemeinsamen Währung Euro werden die Finanzierungsangebote der Banken noch leichter vergleichbar.

Schwierigkeiten bereiten jedoch die nach wie vor bestehenden zum Teil erheblichen Unterschiede im Kredit- und Grundpfandrecht der Nationalstaaten. Der Vergleich von Kreditangeboten wird zusätzlich durch die unterschiedlichen Berechnungsweisen des effektiven Jahreszinses erschwert.

Obwohl diese Berechnungsformel in der EU vereinheitlicht werden soll, besteht noch Uneinigkeit über die Kosten, die in den Effektivzins einfließen sollen. So berechnen französische Banken alle Kosten inklusive Notar- und Grundbuchgebühren, in Deutschland hingegen werden Schätzkosten, Kontoführungsgebühren, Bereitstellungszinsen und die Prämien für Kapitallebensversicherungen nicht berücksichtigt.

Vorteile könnte eine ausländische Baufinanzierung bei Darlehen mit variablem Zinssatz bieten. In Österreich, Belgien, Spanien und Finnland gibt es einen objektiven Maßstab für Zinsgleitklauseln.



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