Die Sicherheitsmerkmale der Euro-Scheine

Angst vor einer Falschgeld-Flut war unbegründet

Die wichtigsten Sicherheitsmerkmale der Euro-Banknoten

- Für die Herstellung der Euro-Banknoten wird spezielles Banknotenpapier verwendet, das aus Baumwollfasern besteht. Das Papier fühlt sich weder lappig noch glatt an, sondern griffig.
- Auf den Euro-Banknoten sind die Abkürzung der Europäischen Zentralbank (die Buchstaben BCE, ECB, EZB, EKT, EKP), die Wertzahl und die Abbildungen der Fenster und Tore ertastbar. Ein Stichtiefdruckverfahren sorgt für ein gut fühlbares Relief. Durch Alter und Abnutzung können diese Reliefeigenschaften allerdings nach und nach verloren gehen.

- Das Wasserzeichen erscheint auf beiden Seiten desselben unbedruckten Bereichs. Man kann sowohl das vorherrschende Architekturmotiv als auch die Wertzahl sehen. Das Wasserzeichen entsteht im Papier durch Variierung der Papierdicke während der Papierherstellung. Es sind verschiedene Bereiche erkennbar, von denen einige heller und andere dunkler als das sie umgebende Papier sind.
- Der Sicherheitsfaden wird ebenfalls bereits bei der Herstellung des Banknotenpapiers eingearbeitet. Im Gegenlicht wird eine dunkle Linie sichtbar, die über die gesamte Breite der Banknote verläuft. Bei genauer Betrachtung des Fadens im Gegenlicht erscheinen das Wort “EURO” und die Wertzahl (wechselweise lesbar oder spiegelverkehrt).
- Bei der Betrachtung der Banknote im Gegenlicht kann auch das Durchsichtsregister überprüft werden: Dieses Merkmal befindet sich in der linken oberen Ecke der Banknotenvorderseite. Unregelmäßige Zeichen, die auf die Vorder- und die Rückseite der Euro-Banknoten gedruckt sind, bilden im Gegenlicht eine vollständige Wertzahl.
- Im rechten Teil der Vorderseite der Banknoten mit niedrigem Nennwert zu 5 Euro, 10 Euro und 20 Euro befindet sich ein Spezialfolienstreifen. Bewegt man die Banknote, werden wechselweise ein mehrfarbiges Euro-Symbol und die Wertzahl (5, 10 oder 20) als Hologramm sichtbar.
- Auf der Vorderseite der Banknoten mit hohem Nennwert zu 50 Euro, 100 Euro, 200 Euro und 500 Euro befindet sich ein Spezialfolienelement. Bewegt man die Banknote, werden wechselweise eine mehrfarbige Wertzahl und das auf der Banknote abgebildete Architekturmotiv als Hologramm sichtbar.
- Auf den vier höchsten Banknotenstückelungen finden sich optisch variable Farben. Die Wertzahl in der rechten unteren Ecke der Rückseite dieser vier Banknoten erscheint bei Aufsicht Purpurrot und unter einem anderen Betrachtungswinkel Olivgrün oder Braun.
- Auf die Rückseite der niedrigen Nennwerte zu 5 Euro, 10 Euro und 20 Euro ist ein Iriodinstreifen aufgebracht. Der Streifen glänzt beim Kippen der Banknote gegen eine Lichtquelle von Hellgelb bis Goldgelb und zeigt das Euro-Symbol und die Wertzahl als Aussparungen.
- Wie bei anderen Banknoten auch, wurden zusätzlich Sicherheitsmerkmale verwendet, die nicht mit bloßem Auge erkennbar sind. Einige von ihnen sind maschinell lesbar, wodurch die Banknoten noch fälschungssicherer sind.

Überprüfen Sie stets mehrere Sicherheitsmerkmale, um sich von der Echtheit einer Banknote zu überzeugen.

Für jeden professionellen Bargeldverwender gibt es neben den ohne Hilfsmittel auf den ersten Blick erkennbaren Sicherheitsmerkmalen weitere Methoden, die Echtheit einer Euro-Banknote zu überprüfen. Diese zusätzlichen Sicherheitsmerkmale sind unter UV- und Infrarotlicht sowie unter einem Vergrößerungsglas leicht erkennbar.

- Mit Hilfe eines Vergrößerungsglases finden sich an einigen Stellen der Euro-Banknoten winzige Schriftzeichen. Ihre Größe variiert von 0,8mm bis zu 0,2mm. Die kleinsten Schriftzüge erscheinen dem bloßen Auge lediglich als dünne Linie. Mit einer Lupe betrachtet gilt auch für diese: Nur wenn sie gestochen scharf sind, ist die Banknote echt.

Die Euro-Banknoten verfügen über verschiedene UV-Eigenschaften. Unter UV-Licht weisen die Euro-Banknoten folgende Merkmale auf:

- Das Papier der Euro-Banknoten fluoresziert nicht, das heißt es ist „aufhellerfrei“.
- In das Papier der Euro-Banknoten sind fluoriszierende Fasern eingearbeitet. Sie leuchten unter UV-Einstrahlung in den Farben rot, blau oder grün.
- Auf der Vorderseite der Banknoten finden sich zwei echte Farben: blau ( z.B. der Untergrund der Europaflagge, die Unterschrift des EZB-Präsidenten sowie ein Teil der Sterne in der Scheinmitte) und gelb (z.B. die Sterne der Europaflagge und ein Teil der Sterne in der Scheinmitte). Alle blauen Elemente erscheinen unter UV-Licht grün, alle roten Elemente orange.
- Auf der Rückseite leuchten nur wenige Elemente auf: Die Europakarte, die dargestellte Brücke und der Notenwert fluoriszieren gelb.
- Unter Infrarot-Licht werden der rechte Teil des Stichtiefdruckes und die Spezialfolienelemente sichtbar.

Darüber hinaus verfügen die Euro-Banknoten über zahlreiche weitere Sicherheitsmerkmale. Experten der Zentralbanken können mit bestimmten Methoden zweifelsfrei über die Echtheit von Euro-Banknoten entscheiden.


Drei einfache Prüfungen reichen aus:

Ausgestattet mit Sicherheitsmerkmalen auf dem neuesten Stand der Banknoten-Technik, sind die Euro-Scheine wahrscheinlich zur Zeit schwerer zu fälschen als jede andere Währung. Im ersten Halbjahr 2002 hat die Deutsche Bundesbank mit 2.379 falschen Euro-Banknoten rund 80 Prozent weniger Falschgeld registriert als falsche DM-Banknoten im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Rund die Hälfte der Falsifikate waren 50-Euro-Scheine. Diese Tendenz zeichnet sich ebenfalls auf EWU-Ebene ab. Mit einem neuen Falschgeldüberwachungssystem, das Anfang 2002 EU-weit den Betrieb aufnahm, wird eine effiziente Euro-Falschbekämpfung durch die EZB und die nationalen Zentralbanken sichergestellt.

Jeder Verbraucher wird eine falsche Banknote mit wenigen Handgriffen identifizieren können. Der Euro verfügt über sieben auffällige Sicherheitsmerkmale, die jeder sofort in wenigen Sekunden überprüfen kann. Mit drei einfachen Prüfungen kann jeder Verbraucher leicht einen echten von einem falschen Schein unterscheiden:

Das Motto ist: Fühlen, Sehen, Kippen.

Fühlen Sie die besondere Oberflächenstruktur der Banknoten: Sie sind weder lappig noch glatt, sondern griffig. Sehen Sie die Banknote im Gegenlicht an: Das Wasserzeichen, der Sicherheitsfaden und das Durchsichtsregister werden sichtbar. Kippen Sie die Banknote: Auf der Vorderseite wechselt je nach Blickwinkel das Motiv des Spezialfolien-Hologrammes; auf der Rückseite wird bei den kleinen Noten der Glanzeffekt des aufgebrachten Iriodinstreifens sichtbar, bei den großen die optisch variable Farbe der Wertangabe.

Fühlen Sie die besondere Oberflächenstruktur der Banknoten.
Das Papier, aus denen die Euro-Banknote hergestellt werden, ist speziell zum Zweck der Geldproduktion entwickelt worden. Es besteht aus Baumwollfasern, die den Banknoten eine besondere Struktur verleihen. Fälscher dürften nicht in der Lage sein, diese Struktur nachzuempfinden.

Durch das Stichtiefdruckverfahren erhalten die Banknoten ein ertastbares Relief. Fährt man mit dem Finger über das Papier, lassen sich die Abkürzung der Europäischen Zentralbank (BCE, ECB, EZB, EKT, EKP), die Wertzahl und die Abbildungen der Fenster und Tore erfühlen.

Sehen Sie die Banknote im Gegenlicht an. Das Wasserzeichen erscheint auf beiden Seiten desselben unbedruckten Bereichs. Erkennbar ist das sowohl das jeweilige vorherrschende Architekturmotiv des Scheines als auch die Wertzahl.

Der Sicherheitsfaden wird bereits bei der Herstellung des Banknotenpapiers eingearbeitet. Im Gegenlicht wird er als dunkle Linie sichtbar, die über die gesamte Breite der Banknote verläuft. Bei genauer Betrachtung des Fadens entdeckt man das Wort „EURO“ und die Wertzahl.

Das Durchsichtsregister befindet sich in der linken oberen Ecke der Banknotenvorderseite. Unregelmäßige Zeichen, die auf die Vorder- und Rückseite der Euro-Banknoten gedruckt sind, ergänzen sich im Gegenlicht zu der jeweiligen Wertzahl.

Kippen Sie die Banknote.

Die Banknoten mit niedrigem Nennwert und die Banknoten mit hohem Nennwert weisen unterschiedliche Spezialfolienelemente auf.

Auf der Vorderseite der Euro-Banknoten mit niedrigem Nennwert befindet sich ein Spezialfolienstreifen. Durch Bewegen der Banknote schillert in unterschiedlichen Betrachtungswinkeln wechselweise das Euro-Symbol oder die Wertzahl in verschiedenen Farben. Im Gegenlicht ist bei genauer Betrachtung des Folienstreifens ein aus Perforationen in der Folie bestehendes Euro-Symbol zu erkennen.

Auf der Rückseite der Euro-Banknoten mit niedrigem Nennwert ist mittig, neben dem Sicherheitsfaden, ein 8mm breiter Iriodinstreifen aufgebracht. Beim Kippen des Scheines unter einer guten Lichtquelle glänzt er von hell- bis goldgelb. Als Aussparungen weist dieser Perlglanzstreifen das Euro-Symbol und die Wertzahl auf.

Im rechten Teil der Vorderseite der Euro-Banknoten mit hohem Nennwert befindet sich ein Spezialfolienelement, dessen Form je nach Nennwert des Scheines variiert. Beim Kippen des Geldscheines erscheinen, je nach Betrachtungswinkel, die Wertzahl oder das auf der Vorderseite der Banknote abgebildete Architekturmotiv in wechselden Farben als Hologramm. . Im Gegenlicht ist bei genauer Betrachtung des Folienelementes ein aus Perforationen in der Folie bestehendes Euro-Symbol zu erkennen.

Die Banknoten mit hohem Nennwert verfügen auf der Rückseite über ein optisch variables Farbelement. In der rechten unteren Ecke der Rückseite der vier „Großen“ wechselt die Wertbezeichnung bei Kippen ihre Farbe von purpurrot in olivgrün oder braun.

Darüber hinaus verfügen die Euro-Banknoten über zahlreiche weitere Sicherheitsmerkmale, die mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen sind. Professionelle Bargeldverwender sowie Experten der Zentralbanken können mit bestimmten Methoden zweifelsfrei über die Echtheit von Euro-Banknoten entscheiden.

Übrigens: Nach den bisherigen Erfahrungen der Deutschen Bundesbank entspricht die Haltbarkeit der Euro-Banknoten jener der DM-Banknoten. Das war nicht anders zu erwarten, da die Qualität und die technischen Merkmale von Euro und D-Mark weitgehend identisch sind.

Die Bundesbank überprüft beim Rücklauf der Banknoten die Geldscheine maschinell auf Echtheit und Umlauffähigkeit. Sofern Scheine Verschmutzungen, Verfärbungen, Löcher, Risse und Klebestellen in einem größeren Umfang aufweisen, werden sie – wie früher beim DM-Umlauf auch – aussortiert.

Im Durchschnitt flossen die ausgegebenen DM-Banknoten drei- bis viermal im Jahr zur Bundesbank zurück. In der DM-Zeit wurde so nach gut drei Jahren der Banknotenumlauf komplett erneuert. Bislang wurden rund 50 Millionen Noten ausgetauscht, das sind lediglich 2 bis 3 % der Euronoten. Die bisherigen Aussonderungsraten beim Euro-Umlauf rechtfertigen deshalb die Annahme, dass die Euro-Noten genauso haltbar wie die DMNoten sind.



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