Nickellegierungen in Euro-Münzen

Was Allergiker wissen sollten

Moderne Automaten magnetisieren die Münzen kurzzeitig und überprüfen so, ob die richtigen Geldstücke eingeworfen wurden. Dieser Magnetisierungsvorgang ist jedoch nur bei solchen Münzen möglich, die über einen Nickel-Kern verfügen. Die deutschen 2- und 5-DM-Münzen enthielten deshalb einen Nickel-Kern. Nickel ist im Hinblick auf einen hohen Sicherheitsstandard bei Münzen ohne Alternative. Aufgrund der Verwendung des Nickels können besondere Sicherheitstechniken bei der Herstellung umgesetzt werden, die das Fälschungsrisiko auf ein Minimum begrenzen: eine Kombination aus Dreischichttechnik (drei Lagen von Legierungen) und Zweifarbtechnik (Rand- und Innenfläche aus unterschiedlichen Legierungen) minimiert das Fälschungsrisiko erheblich.

Nickel ist ein im Alltag häufig verwendetes Material. Alle europäischen Länder verwenden Nickel bei der Herstellung ihrer Münzen. In Europa enthalten 75 Prozent der im Umlauf befindlichen Münzen Nickel. Studien zeigen allerdings, dass ein regelmäßiger und längerer Kontakt mit Nickel-Legierungen schlechter Qualität zu Hautentzündungen oder allergischen Reaktionen führen kann. Die Verwendung von Nickel wurde auf die 1- und 2-Euro-Münze begrenzt. Durch die Verwendung einer sehr hochwertige Legierung versucht man, das Allergie-Risiko weiter zu reduzieren.

Für die 10-, 20- und 50-Cent-Münzen wird eine nickelfreie Legierung namens "Nordisches Gold" verwendet, eine aus Skandinavien stammende Legierung. Die drei kleinsten Münzen (1, 2 und 5 Cent) werden aus Stahl mit einer Kupferauflage hergestellt.




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