Euro-Zentralbanken dürfen mehr Gold verkaufen

500 Tonnen jährlich

Frankfurt/Main (dpa) - Die Zentralbanken der Eurozone sowie der
Schweiz und Schweden dürfen künftig mehr Gold verkaufen. Die
jährlichen Verkäufe wurden auf 500 Tonnen angehoben, teilten die EZB
und die Notenbanken der 14 europäischen Länder im März 2004 in einer
gemeinsamen Erklärung mit. Im Washingtoner Goldabkommen von 1999 war
eine Obergrenze von 400 Tonnen jährlich festgelegt worden.

Das Abkommen wurde um fünf Jahre verlängert. Während der Laufzeit,
die am 27. September 2004 beginnt, sollen die Goldverkäufe nicht mehr
als insgesamt 2500 Tonnen Gold erreichen. Nationale Quoten wurden
nicht veröffentlicht. «Gold wird ein wichtiger Bestandteil der
globalen Währungsreserven bleiben», heißt es in der Erklärung.

In Deutschland waren in den vergangenen Monaten immer wieder
Forderungen laut geworden, Teile der Goldreserven der Bundesbank zu
verkaufen und die Gelder zur Finanzierung neuer Forschungsprojekte
einzusetzen. Die Bundesbank hält mit 3440 Tonnen die zweitgrößten
Goldreserven der Welt.

Die britische Notenbank Bank of England will keine Goldbestände
verkaufen und nimmt auch nicht an der von europäischen Zentralbanken
beschlossenen Verlängerung des Goldabkommens teil. Dies teilte die
britische Notenbank am Montag in London mit. Großbritannien hatte
seine Goldverkäufe bereits im März 2002 abgeschlossen, nachdem die
Notenbank rund 395 Tonnen in 17 Auktionen verkauft hatte.



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