Bringen Abwertungen nicht wichtige Impulse für die Wirtschaft?

Die Abwertung kein Mittel zur Lösung schwerwiegender struktureller Probleme

Die Mitgliedstaaten, die Abwertungen systematisch als Instrument der Wirtschaftspolitik benutzt haben, haben erkannt, dass eine solche Politik in den seltensten Fällen zum Erfolg führt. Die Abwertung einer Währung zur Ankurbelung der Inlandsproduktion führt oftmals zu einem durch die Wechselkursanpassung bedingten Preisauftrieb. Zudem hat die Bereitschaft, das Instrument der Wechselkurse zu nutzen, ihren Preis in Form einer "Risikoprämie" auf die Zinssätze des Landes.

Die Wechselkursanpassung ist ein schwerwiegender Eingriff, der die gesamte Wirtschaft betrifft. Selbst wenn sich die Wechselkursanpassung auf einen Wirtschaftszweig positiv auswirkt, kann sie für andere Wirtschaftszweige durchaus negative Folgen haben. In der Vergangenheit wurden Abwertungen zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit vorgenommen, um einen kostspieligen Strukturwandel der Volkswirtschaft zu umgehen. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass eine Abwertung die notwendigen Anpassungsprozesse zwar verschiebt, die zugrunde liegenden Probleme aber eher verstärkt als löst.



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