DM und Euro in Montenegro

In Montenegro ist der Euro gesetzliches Zahlungsmittel

Die jugoslawische Teilrepublik Montenegro hat den jugoslawischen Dinar seit November 2000 aus dem Verkehr gezogen. Bereits ein Jahr zuvor war die D-Mark als Parallelwährung eingeführt worden. Seit dieser Zeit wurden Renten und Gehälter oftmals in D-Mark ausbezahlt.

Mit der Einführung der D-Mark wollte Montenegro währungspolitische Stabilität importieren. Die enormen Abwertungen des jugoslawischen Dinars haben das Vertrauen der Montenegriner in ihre Währung zerstört und ausländische Investoren abgeschreckt. Die Einführung der D-Mark sollte Vertrauen bei Investoren schaffen und zu mehr Wirtschaftswachstum führen.

Genau genommen war aber nicht die D-Mark Parallelwährung zum Dinar, sondern der Euro. Montenegro hat sich nur aus den nationalen „Denominationen“ des Euro die D-Mark ausgewählt.

Für die Geldpolitik im Euro-Raum ergaben sich aus der Einführung der D-Mark keine Konsequenzen. Nach Schätzungen der Deutschen Bundesbank befanden sich etwa ein Drittel des gesamten DM-Bargeldbestandes im Ausland. Das führte bisher zu keinen Auswirkungen auf die Preisstabilität in Deutschland. Daran gemessen kursierte nur wenig DM-Bargeld in Montenegro.

Mit der Einführung der Euro-Münzen und Scheine seit 2002 wurde auch das umlaufende DM-Geld in Montenegro in Euro umgetauscht. Jetzt ist dort der Euro gesetzliches Zahlungsmittel.



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