Rumänien hofft auf Euro-Einführung noch vor 2014

Die Wirtschaft muß sich weiter positiv entwickeln

Rumänien könnte den Euro noch vor dem offiziellen Zieldatum 2014 einführen, falls sich die Wirtschaft weiter positiv entwickelt. Das sagte der Gouverneur der rumänischen Nationalbank, Mugur Isarescu, am 17. Mai 2007 bei einer Fachtagung in Bukarest, wie die rumänische Nachrichtenagentur Mediafax berichtete. Isarescu warnte zugleich vor zu laxem Umgang mit dem Budgetdefizit.

Mit Blick auf die Euro-Einführung seien noch strukturelle Reformen des Renten- und Gesundheitssystems notwendig, sagte Isarescu. Ein «sehr großes Problem» sei das wachsende Leistungsbilanzdefizit, das sich mit einem Betrag von 3,05 Milliarden Euro im ersten Quartal 2007 im Vorjahresvergleich mehr als verdoppelt hat. «Von einem gewissen Punkt an müssen wir uns mehr auf das Wirtschaftswachstum als auf die Steigerung der Löhne konzentrieren», sagte Isarescu.

Zwar sei der Umgang der Regierung mit dem Budgetdefizit in den letzten Jahren «gesund» gewesen. Doch stehe zu befürchten, dass dieser Kurs nicht fortgesetzt werde, weil es von vielen Seiten Forderungen nach Mehrausgaben gebe, meinte der Notenbankchef.

Rumänien will das Haushaltsdefizit in diesem Jahr auf 2,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) drücken. Nach der EU-Berechnungsnormentspricht dies 3,2 Prozent des BIP und liegt knapp über der Drei-Prozent-Marke, die für die Euro-Einführung zulässig ist.

 



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