Die Euro-Münzen aus Italien

Jahrhunderte kultureller Blüte

Die Vorauswahl der italienischen Rückseiten der Euro-Münzen erfolgte nach eingehenden, von Meinungsumfragen belebten Diskussionen durch einem Ausschuss von Sachverständigen und Künstlern. Die Endauswahl wurde von Fernsehzuschauern einer Sondersendung des Senders RAI uno an einem Sonntag im Februar 1998 getroffen. Italien versieht jede Münze mit einem anderen Bild und wählte Entwürfe aus, die an Hauptwerke der italienischen Kunst erinnern.

Auf der 1-Euro-Münze ist die berühmte Zeichnung Leonardo da Vincis abgebildet, die die Proportionen des menschlichen Körpers darstellt und die sich in der Sammlung der Akademie von Venedig befindet. Sie symbolisiert die italienische Renaissance und das Streben nach Harmonie zwischen Mensch und Universum. Auf der 2-Euro-Münze ist ein von Raffael ausgeführtes Portrait von Dante Alighieri wiedergegeben, das sich in dem unter Papst Julius II. erbauten Flügel des Vatikans befindet. Das Portrait gehört zu einer Reihe von Darstellungen, die laut Raffael den „Triumph der Tugenden, der Güte und der Schönheit“ illustrieren sollen.


Die 50-Cent-Münze ist mit der Darstellung des Reiterstandbildes des Kaisers Mark Aurel versehen, das 1538 vom Lateran auf den Kapitolsplatz verlagert wurde, der auf Geheiß des Papstes Paul III. von Michelangelo umgestaltet worden war.

Auf der 20-Cent-Münze ist eine Skulptur von Umberto Boccioni, dem Hauptvertreter des italienischen Futurismus, wiedergegeben. Das Werk aus dem Jahr 1913 mit dem Titel „Urformen der Bewegung im Raum“ befindet sich heute im Museum für Moderne Kunst in Mailand.

Die „Geburt der Venus“ von Sandro Botticcelli, eines der berühmtesten Kunstwerke der Welt, ist in den Uffizien in Florenz ausgestellt. Diese 10-Cent-Münze steht für einen Höhepunkt der künstlerischen Kultur Italiens.

Auf der 5-Cent-Münze ist das Flavische Amphitheater dargestellt, mit dessen Bau im Jahr 75 unter Kaiser Vespasian begonnen und das im Jahr 80 von Kaiser Titus eingeweiht wurde. Das Gebäude, das im Mittelalter wegen seiner kolossalen Ausmaße „Kolosseum“ getauft wurde, ist noch heute das „spektakulärste“ Zeugnis der römischen Architektur.

Die 2-Cent-Münze zeigt die „mole Antonelliana“, einen 1863 von Alessandro Antonelli entworfenen Turm - heute das Wahrzeichen von Turin - der als eines der Hauptwerke der italienischen Architektur des 19. Jahrhunderts gilt.

Das Castel del Monte schmückt die 1-Cent-Münzen. Dieses in der Nähe von Andria in Apulien gelegene Schloss, das 1240 als Residenz des Kaisers Friedrich II. errichtet wurde, ist „eines der faszinierendsten Bauwerke Italiens“.



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