Euro-Münzen aus San Marino

Wappen und architektonische Höhepunkte

Aufgrund der bestehenden Währungsvereinbarungen mit Italien wird auch San Marino am 1. Januar 2002 den Euro einführen. San Marino wird in diesem Zusammenhang Münzen mit eigenen nationalen Rückseiten prägen. Dass eine dieser seltenen Münzen an einer deutschen Supermarktkasse als Wechselgeld auftauchen könnte, ist aber unwahrscheinlich.

Die Republik San Marino wie auch der Vatikan dürfen Euro-Münzen mit eigenen nationalen Rückseiten prägen. Darauf einigten sich Italien und die beiden Kleinstaaten bereits im Jahre 2000. Schon seit vielen Jahren bestehen Währungsvereinbarungen zwischen den drei Staaten. Die Vereinbarungen zum Euro führen diese Verbindung fort. Wie die Münzrückseite aussehen werden, ist aber bisher nur in San Marino entschieden.

Mit dem Prägerecht für San Marino und den Vatikan erhöht sich die Zahl der unterschiedlichen Rückseiten der Euro-Münzen von 96 auf 112. Eine zusätzliche Schulung von Kassierinnen oder ähnlichen Berufsgruppen ist aber wohl kaum notwendig. Die Münzen aus San Marino oder dem Vatikan werden in sehr geringen Stückzahlen geprägt. Das Bundesfinanzministerium geht deshalb davon aus, dass die meisten wohl sehr schnell in Sammlerschubladen verschwinden werden.

Die Vereinbarung zwischen Italien und San Marino wurde am 29. November 200 unterzeichnet. Das Design der acht Eurorückseiten aus San Marinowird dominiert von den drei Festungstürmen des Monte Titano, unter denen das historische Viertel der Hauptstadt San Marino liegt. Die Gestaltung erfolgte durch Frantisek Chochola, einem tschechischen Künstler, der auch die 10-DM-Gedenkmünzen Goethe/Weimar (1999) und Albert Lortzing (2001) entwarf.

1 EURO-Cent
Il Montale: Der dritte Turm des Dreigestirns aus dem 13. Jahrhundert, welcher frei und ohne Mauerring auf einem fünfeckigen Sockel steht, beherbergt in seinem Inneren einen acht Meter tiefen Kerker.

2 Euro-Cent
Freiheitsstatue auf dem Piazza della Liberta: Sie wurde von Stefano Galletti (1883-1905) gestaltet und befindet sich auf dem auf dem Platz vor dem Regierungspalast.

5 Euro-Cent
La Guaita: Die erste Festung der Burg aud dem 10./11. Jahrhundert besteht eigentlich nur aus dem Hauptturm, einem antiken Wachturm sowie dem im 16. Jahrhundert dazu gekommenen Glockenturm.

10 Euro-Cent
Basilica del Santo: Die Pfarrei wurde 1826 im Stil des Klassizismus neu erbaut. Eine mit acht hohen Säulen umgebenen Vorhalle bildet den Eingang und führt in den dreischiffigen Innenraum.

20 Euro-Cent
Der Heilige Marino: Der Gründungsvater der Kleinrepublik. Er hält ein Modell der Altstadt San Marinos in seiner linken Hand, welches auch auf dem Wappen auf der Ein-EURO-Münze zu sehen ist. es ist ein Ausschnitt eines Gemäldes von Guercino aus dem 17. Jahrhundert.

50 Euro-Cent
Monte Titano: Alle drei Türme dieses Festungsberges. Eine Gesamtübersicht.

1 Euro
Das Wappen von San Marino: Hier finden sich die Türme, überragt von einer Straußenfeder und der Herrschaftskrone, am Fuß ist die Aufschrift Libertas (Freiheit) zu lesen. Ein Lorbeer- sowie Eichenzweig umrahmen das gesamte Wappen.

2 Euro
Der Regierungspalast San Marinos: Er stammt aus der Zeit der Jahrhundertwende. Die Fassade ist mit den Wappen der acht Kastelle (sanmarinesische Verwaltungsbezirke) geschmückt



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