Europa für Bürgerinnen und Bürger

Unterstützung für die Zivilgesellschaft

Der Dialog mit der Zivilgesellschaft wird von der Europäischen Kommission gefördert. Projekte, die das gemeinsame Handeln und die Begegnung zwischen europäischen Bürgern fördern, können unterstützt werden. Neben Projektförderung haben zivilgesellschaftliche Organisationen die Möglichkeit, einen Betriebskostenzuschuss zu erhalten.

Die Fördermittel stehen allen Akteuren offen, die eine aktive europäische Staatsbürgerschaft förden. Unter anderem sind folgende Organisationen berechtigt, einen Antrag zu stellen:

Die Projekte, die im Rahmen des Programms realisiert werden, sollten sich an Menschen aus den EU-Mitgliedstaaten, aber auch aus den EFTA-Staaten (Island, Liechtenstein, Norwegen), den Kandidatenländern (Mazedonien, Türkei) und den Ländern des westlichen Balkans (Albanien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro und Serbien einschließlich Kosovo) richten.

An der Durchführung eines Projekts interessierte Akteure können bei der Exekutivagentur Kultur, Bildung und Audiovisuelles (EACEA) einen Antrag stellen. Weitere Informationen zu Ausschreibungen und Antragsformularen finden Interessierte auf der Website der EACEA. Anträge sind für die vier verschiedene Aktionen möglich, die nachfolgend vorgestellt werden.

Aktion 1 - Aktive Bürger für Europa

Ziel dieser Aktion ist es, Menschen aus lokalen Gemeinschaften aus ganz Europa zusammenzubringen, damit sie Erfahrungen, Meinungen und Wertvorstellungen austauschen und gemeinsam nutzen können.

Es werden Städtepartnerschaften (direkter Austausch von europäischen Bürgern) und Bürgerprojekte (Zusammenführung von Bürger mit unterschiedlichem Hintergrund) gefördert. Zur Verbesserung und Entwicklung dieser beiden Maßnahmen werden flankierende Maßnahmen finanziert, um Erfahrungen zu bündeln und neue Fähigkeiten durch Schulungen zu entwickeln.

Weitere Informationen auf der Website der Exekutivagentur EACEA.

Aktion 2 - Aktive Zivilgesellschaft in Europa

Im Rahmen der Aktion 2 können zivilgesellschaftliche Organisationen, zum Beispiel Vereine oder Think-Tanks, einen Antrag auf einen Betriebskostenzuschuss stellen. Die Europäische Kommission sieht vor, in den kommenden Jahren Zuschüsse für einen Zeitraum von zwei Jahren zu gewähren.

Damit sollen Einrichtungen finanziell unterstützt werden, die sich für die europäische Zivilgesellschaft einsetzen. Ziel ist es, Aktionen, Diskussionen und Überlegungen rund um europäische Themen wie Bürgerschaft, Demokratie, Wertegemeinschaft, Geschichte oder Kultur zu fördern. Forschungseinrichtungen, die sich mit europäischen öffentlichen Politiken beschäftigen, können auch gefördert werden.

Die Aktion 2 setzt sich aus drei Maßnahmen zusammen: Strukturförderung für Think-Tanks (Maßnahme 1), für Organisationen der Zivilgesellschaft (Maßnahme 2) und Unterstützung für Initiativen von Organisationen der Zivilgesellschaft (Maßnahme 3).

Ziel der dritten Maßnahme ist die Unterstützung der Zusammenarbeit von Organisationen der Zivilgesellschaft aus verschiedenen Ländern in konkreten Projekten. Die Partner sollen gemeinsam eine Aktion planen, durchführen und anschließend deren Ergebnisse nutzen. Das Projekt kann aber auch eine Diskussion anregen und dabei mehrer Gruppen einbeziehen oder eine Studie über europäische Wertvortstellungen organisieren sowie Entscheidungsträger und Bürger einbeziehen. Das Projekt kann beispielsweise eine Meinungsumfrage, gefolgt von einem Kolloquium mit anschließender Veröffentlichung in den Medien, umfassen.
Es kann aber auch die Grundlage für die Bildung von langfristigen Netzwerken zwischen mehreren Organisationen schaffen.

Weitere Informationen auf der Website der Exekutivagentur EACEA

Aktion 3 - Gemeinsam für Europa

Diese Aktion soll das Konzept einer aktiven europäischen Bürgerschaftvertiefen und dessen Verständnis in ganz Europa fördern. „Gemeinsam für Europa" wird von der Europäischen Kommission initiiert und umgesetzt. Es ist daher nicht geplant, ein Auswahlverfahren für Projekte durchzuführen.
Veranstaltungen mit großer Öffentlichkeitswirkung werden unterstützt, Studien durchgeführt und Informations- und Verbreitungsintrumente, wie zum Beispiel Internet-Portale, geschaffen.

Aktion 4 - Aktive europäische Erinnerung

An die Vergangenheit denken und die Zukunft gestalten - so ließe sich die Aktion 4 umschreiben. Es soll an die unglücklicheren Momente der europäischen Geschichte erinnert werden. Gleichzeitig soll eine Wiederholung verhindert werden. Dazu fördert die Europäische Union Projekte, in denen insbesondere an die Opfer des Nationalsozialismus und des Stalinismus gedacht wird. Sie sollen zu einem besseren Verständnis beitragen und dafür sorgen, dass die Lehren der Vergangenheit auch von künftigen Generationen verstanden werden. Projekte müssen Merkmale wie Erhaltung, Gedenken, Studie oder Bildung von Netzwerken aufweisen.

Zwei konkrete Ziele werden für die Aktion 4 genannt:

  1. Aktionen, Diskussionen und Überlegungen zur europäischen Bürgerschaft und zur Demokratie, zur Wertegemeinschaft und zur gemeinsamen Geschichte und Kultur fördern
  2. Europa den Bürgern näher bringen, indem europäische Werte und Errungenschaften gefördert werden und gleichzietig die Erinnerung an die Vergangenheit Europas bewahrt wird.

Das Programm wendet sich an Verbände von Überlebenden, Verbände der Familien und Opfer, Gedenkstätten, Museen, lokale und regionale Behörden, Bildungseinrichtungen oder andere zivilgesellschaftliche Organisationen. Einzelpersonen sind nicht förderfähig.

Ansprechpartner bei der Europäischen Kommission

Europäische Kommission
Exekutivagentur für Bildung, Audiovisuelles und Kultur (EACEA)
Abteilung P7 - Bürgerschaft
BOUR 00/13
Avenue du Bourget 1
BE-1140 Brüssel
Tel. : 0032 2 299 11 11
Fax: 0032 2 296 23 89
 



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