Sprachen lernen in Europa
Reine Sprachkurse werden von der EU nicht gefördert
Die Europäer sollen mehr Fremdsprachen lernen - dieses Ziel gilt in der EU als äußerst wichtig. Um die Vielsprachigkeit kümmert sich seit 2007 sogar ein eigener Kommissar. Gleichwohl gibt es kein Förderprogramm, das explizit den Fremdsprachenunterricht fördert. Denn das zählt zur Bildungspolitik im engeren Sinne und somit zu einer Aufgabe der Mitgliedstaaten.
Lediglich indirekt unterstützt die Europäische Kommission das Sprachenlernen. So sind im Rahmen der Bildungsprogramme Leonardo, Comenius, Erasmus und Gundtvig auch Projekte möglich, bei denen es - neben anderem- um das Erlernen von Fremdsprachen gehen kann.
Andere Teilbereiche des EU-Bildungsprogramms Lebenslanges Lernen fördern ebenfalls den Spracherwerb. Im Rahmen der Querschnittsprogramme bilden Fremdsprachen einen Schwerpunkt. Dabei geht es aber nicht um Sprachkurse für individuelle Teilnehmer. Die Programme dienen unter anderem zum Austausch der Lehrer und Beschäftigten in verschiedenen Mitgliedsländern, oder der Entwicklung neuer Methoden des Sprachenerwerbs.


