Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)

Informationen und Ansprechpartner in Deutschland

Das Ziel des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) ist es, die wirtschaftlichen und sozialen Differenzen in der Europäischen Union zu verringern. Ungleichheiten zwischen den einzelnen Regionen sollen abgebaut werden.

Der EFRE finanziert:

  • direkte Hilfen bei Investitionen von Unternehmen (besonders kleiner und mittlerer Unternehmen) zur Schaffung von dauerhafter Beschäftigung
  • Infrastrukturausgaben, insbesondere im Zusammenhang mit Forschung und Innovation, Telekommunikation, Umwelt, Energie und Transport
  • Beihilfen für die regionale und lokale Entwicklung und zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen Städten und Regionen
  • technische Hilfsmaßnahmen

Der EFRE kann im Rahmen von drei unterschiedlichen politischen "Zielen" der Regionalpolitik tätig werden: dem Ziel Konvergenz, dem Ziel Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung sowie dem Ziel Europäische territoriale Zusammenarbeit.

Regionen, in denen das Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner weniger als 75 Prozent des EU-Durchschnitts ausmacht, können im Rahmen des Ziels Konvergenz gefördert werden. Dazu gehören fast alle Regionen der zwölf neuen EU-Mitgliedstaaten, die meisten Regionen Ostdeutschlands und einige weitere Regionen der EU-15. Fördermittel mit dem Ziel „Konvergenz" sollen die Modernisierung und Diversifizierung der Wirtschaftsstruktur unterstützen. Ziel ist die Schaffung dauerhafter Arbeitsplätze in Bereichen wie Umwelt, Tourismus, Energie oder Bildung.

 Die Regionen, in denen die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit stärker ist, können EFRE-Mittel mit dem Ziel Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung erhalten. Die Prioritäten liegen bei folgenden drei Themenbereichen:

  • Innovation und wissensbasierte Wirtschaft
  • Umwelt und Risikoprävention
  • Zugang zu Transport- und Telekommunikationsdienstleistungen von allgemeinem wirtschaftlichem Interesse

EFRE-Mittel mit dem Ziel Europäische territoriale Zusammenarbeit dienen der länderübergreifenden Zusammenarbeit in Grenzregionen. Auch Gebiete, die an Seegrenzen liegen, können von diesen Fördermitteln profitieren. Vorrangig sind drei Maßnahmen vorgesehen:

  • Entwicklung von grenzüberschreitenden wirtschaftlichen und sozialen Projekten
  • Schaffung und Förderung der transnationalen Zusammenarbeit, einschließlich einer Zusammenarbeit zwischen den Küstenregionen aus zwei oder mehr Staaten
  • Stärkung der Effizienz der Regionalpolitik durch die Förderung der interregionalen Zusammenarbeit, die Schaffung von Netzwerken und den Erfahrungsaustausch zwischen den regionalen und lokalen Behörden

Der EFRE berücksichtigt in besonderem Maße territoriale Besonderheiten. Mit seinen Maßnahmen wird versucht, die wirtschaftlichen und sozialen Schwierigkeiten sowie die Umweltprobleme in den Städten zu bekämpfen. Gebiete, die wegen ihrer Lage benachteiligt sind (zum Beispiel Insel- und Gebirgsregionen oder dünn besiedelte Gebiete) werden verstärkt gefördert. Auch Gebiete in äußerster Randlage erhalten spezielle Hilfen aus dem EFRE.

Die Verwaltung der EFRE-Mittel wird in Deutschland durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie koordiniert. Die zuständigen Ansprechpartner finden Interessenten jedoch auf der Ebene des Bundeslandes.



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