Irland - Ireland - Éire

Wirtschaft mit rasantem Wachstum

Irland in Zahlen (Statistisches Bundesamt, 2002)

Fläche: 70.000 Quadratkilometer
Einwohner: 11,0 Millionen
Erwerbsquote: 67,9 Prozent
Arbeitslosenquote (2003): 4,6 Prozent
Durchschn. Bruttojahresverdienst (verarbeitendes Gewerbe): k.A.
Bruttoinlandsprodukt (2003): 133,4 Milliarden EUR
Bruttoinlandsprodukt (2003, pro Kopf in KKS): 29.600 KKS
Veränderung des BIP (im Verhältnis zum Vorjahr): + 1,6 Prozent
Inflationsrate (2003): 4,0 Prozent
Saldo des Staatshaushalts (in Prozent des BIP): - 0,2 Prozent
Staatsverschuldung (in Prozent des BIP): 32,2 Prozent

Abgeordnete im Europäischen Parlament (nach 13. Juni 2004): 13
Stimmen im EU-Ministerrat (ab 1. November 2004): 7
Irland ist seit 1973 EU-Mitgliedstaat.


Politik
Irland ist eine parlamentarische Demokratie. Die gesetzgebende Gewalt liegt beim Parlament - dem Oireachtas -, das sich aus zwei Kammern zusammensetzt. Die Mitglieder des Repräsentantenhauses (Dáil) werden auf fünf Jahre direkt gewählt. Die Mitglieder des Senats werden teils vom Ministerpräsidenten (Taoiseach), teils von bestimmten Institutionen ernannt. Verfassungsändernde Gesetzesvorlagen müssen von beiden Kammern angenommen und durch Volksentscheid gebilligt werden.

Der Präsident, der für sieben Jahre direkt gewählt wird, ernennt auf Vorschlag des Repräsentantenhauses den Premierminister und mit dessen Zustimmung die weiteren Minister, von denen höchstens zwei aus dem Senat kommen dürfen.

Seit 1921 ist die Insel politisch in zwei Teile gespalten: die Republik Irland und die Provinz Nordirland, die zum Vereinigten Königreich von Großbritannien und Nordirland gehört.

Hauptstadt und Regierungssitz ist Dublin.

Vertretung Irlands in den Organen der Europäischen Union:
- Abgeordnete im Europäischen Parlament : 15
- Mitglieder der Europäischen Kommission : 1
- Mitglieder im Wirtschafts- und Sozialausschuß : 9
- Mitglieder im Ausschuß der Regionen : 9

Wirtschaft
Irlands Wirtschaft hat in den letzten Jahren ein rasantes Wachstum und eine rasche Industrialisierung erlebt. Das Wirtschaftswachstum war nicht zuletzt das Ergebnis umfassender Bemühungen, Irland zu einem attraktiven Standort für ausländische Investitionen zu machen. So fördert die Behörde Forbairt die einheimische Industrie, während die Industrial Development Agency Anreize für ausländische Investitionen, insbesondere im Bereich der neuen Technologien, schafft.

Da der einheimische Markt nur 3,5 Millionen Menschen zählt, ist die irische Wirtschaft stark vom Außenhandel abhängig. Rund 90 Prozent des Bruttoinlandsprodukts werden mit dem Export von Waren und Dienstleistungen erwirtschaftet. Den größten Anteil daran hat mit über einem Fünftel die Computerindustrie, gefolgt von der chemischen Industrie. Dies blieb nicht ohne Auswirkungen auf die gesamte Wirtschaft: Arbeitete 1949 noch fast die Hälfte der Bevölkerung in der Landwirtschaft, so waren es 1994 nur noch rund 11 Prozent. Rund 8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts wurden in diesem Sektor erwirtschaftet.

Die wichtigsten Industriezweige sind neben dem Hochtechnologiebereich die verarbeitende Industrie, die Pharmaindustrie und der Maschinenbau sowie die Lebensmittelindustrie. Auch die Landwirtschaft spielt nach wie vor eine wichtige Rolle für die irische Wirtschaft.

Irland hat das einzige autonome Elektrizitätsnetz innerhalb der Europäischen Union. Die irische Energiepolitik zielt deshalb darauf ab, die vorhandenen einheimischen Energiequellen wie Torf- und Hydroressourcen zu verbessern.

Landeswährung ist das irische Pfund (IEP).

Geographie
Wegen seiner ausgedehnten Wiesen wird Irland auch die "grüne Insel" genannt. Sie hat eine Fläche von 70 284 km² und ist zwischen Malin Head im Norden und Mizen Head im Süden 486 km lang und zwischen Ost- und Westküste etwa 275 km breit. Das Land besteht aus einer Zentralebene aus Kalkstein und mehreren Gebirgen an der Küste, deren höchster Berg, der Carrantuohill, 1 040 m erreicht. Der längste Fluß Irlands ist der Shannon.

Das Land ist in die Provinzen Ulster, Munster, Leinster und Connaught unterteilt. Die Hauptstadt Dublin gehört zur Provinz Leinster an der Ostküste und liegt an der Mündung des Flusses Liffey.

Die Küste Irlands ist 3 172 km lang.

Bevölkerung
Die Einwohnerzahl Irlands nimmt seit 1961 ständig zu und beläuft sich heute auf rund 3,5 Millionen, wovon 1 Million im Raum Dublin lebt. Die Bevölkerungsdichte beträgt 50,4 Einwohner/km².

Die Auswanderungsrate in Irland ist die höchste in Europa. So leben in denVereinigten Staaten mehr Bürger irischer Abstammung als in Irland. In Irland leben dagegen nur wenige Ausländer, 1991 waren es gerade 88 000. 68 000 von ihnen kommen aus der Europäischen Union, hauptsächlich aus dem Vereinigten Königreich.

95 Prozent der Bevölkerung gehören dem römisch-katholischen Glauben an.

Irisch - Gälisch - ist die erste Amtssprache. Amtliche Dokumente werden in Englisch und Irisch veröffentlicht. Irisch wird als erste Sprache in den Gebieten des "Gaeltacht" gesprochen. Die "Gaeltacht"-Gebiete umfassen Teile der Region Donegal, Mayo, Kerry, Cork, Waterford und Meath. Fast die gesamte Bevölkerung hat aber auch Englisch als Muttersprache.



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