Slowenien - Slovenija

Dynamische Entwicklung beim Übergang zur Marktwirtschaft

Slowenien in Zahlen (Statistisches Bundesamt, 2002)

Fläche: 20.000 Quadratkilometer
Einwohner: 2,0 Millionen
Erwerbsquote: 68,5 Prozent
Arbeitslosenquote (2003): 6,5 Prozent
Durchschn. Bruttojahresverdienst (verarbeitendes Gewerbe): 9.831 EUR
Bruttoinlandsprodukt (2003): 24,5 Milliarden EUR
Bruttoinlandsprodukt (2003, pro Kopf in KKS): 16.920 KKS
Veränderung des BIP (im Verhältnis zum Vorjahr): + 2,1 Prozent
Inflationsrate (2003): 5,7 Prozent
Saldo des Staatshaushalts (in Prozent des BIP): - 2,6 Prozent
Staatsverschuldung (in Prozent des BIP): 28,3 Prozent

Abgeordnete im Europäischen Parlament (nach 13. Juni 2004): 7
Stimmen im EU-Ministerrat (ab 1. Mai 2004): 4
Slowenien ist seit dem 1. Mai EU-Mitgliedstaat.


Politik und Wirtschaft
Am 23. Dezember 1990 entschieden sich die Bürger des heutigen Slowenien - damals Teil Jugoslawiens - in einer Volksabstimmung mit einer überwältigenden Mehrheit für ihre staatliche Unabhängigkeit. Am 25. Juni 1991 wurde die neue Verfassung der Republik Slowenien verabschiedet. Seitdem ist das Land eine parlamentarische Demokratie.

Die Gesetze verabschiedet die Nationalversammlung, die sich aus 90 Abgeordneten zusammensetzt. Sie werden in direkten Wahlen für vier Jahre gewählt. Zwei der 90 Sitze sind für die Vertreter der italienischen und ungarischen Minderheit reserviert. Der Staatsrat hat eine beratende Funktion. Seine 40 indirekt gewählten Mitglieder vertreten die sozialen, wirtschaftlichen und lokalen Interessen der Gesellschaft.

Staatsoberhaupt ist der Präsident der Republik. Er repräsentiert Slowenien nach außen, verkündet Gesetze und schlägt dem Parlament den Ministerpräsidenten vor. Außerdem ist er Oberbefehlshaber der Armee. Der Präsident wird in direkter Wahl alle fünf Jahre gewählt.

Die Regierung wird vom Ministerpräsidenten und den Ministern gebildet und ist der Nationalversammlung verantwortlich.

Ein Ombudsmann ist zuständig für die Wahrung der Menschenrechte. Er vertritt den einzelnen Bürger in Auseinandersetzungen mit staatlichen Stellen.

In Slowenien gibt es seit 1994 eine lokale Selbstverwaltung. Die 148 Städte und Gemeinden des Landes sind für die Regelung lokaler Belange verantwortlich.

Hauptstadt und Regierungssitz ist Ljubljana.

Die slowenische Wirtschaft erlebte beim Übergang in die Marktwirtschaft eine dynamische Entwicklung. Im Rahmen der Privatisierung entstanden inzwischen 47 000 Privatunternehmen. Wichtige Wirtschaftsbereiche sind die verarbeitende Industrie, der Handel, Immobilien, Transport und Kommunikation. Die Industrie, die zu 38 Prozent zur wirtschaftlichen Gesamtleistung beiträgt, stellt einen großen Teil der Exportgüter her. Fast 75 Prozent der Exportartikel Sloweniens sind Maschinen, Verkehrseinrichtungen und andere Industrieerzeugnisse.

Die Landwirtschaft spielt in Slowenien eine geringere Rolle. Nur 5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts wurden 1994 in diesem Sektor erwirtschaftet.

Ein wichtiger Wirtschaftszweig ist der Fremdenverkehr: Rund 630 000 ausländische Gäste brachten dem Land 1994 Einnahmen in Höhe von 900 Mio. US-Dollar.

Landeswährung ist seit dem 1. Januar 2007 der Euro (€).

Land und Leute
Slowenien bedeckt eine Fläche von 20 256 km². Seine Nachbarn sind Italien im Westen, Österreich im Norden, Ungarn im Nordwesten und Kroatien im Süden.

Von der Gebirgslandschaft der Alpen bis hin zu den Stränden der Adria: Slowenien ist ein landschaftlich sehr vielfältiges Land. Es liegt an der Südseite der Alpen, die sich auf seinem Staatsgebiet mit dem höchsten Berg Sloweniens - dem Triglav - bis in eine Höhe von 2 862 m erheben. Im Südosten des Landes gibt es ausgedehnte Hochplateaus, während der Süden Sloweniens von einer Hügellandschaft geprägt ist. Südwestslowenien hat eine 50 km lange Küste zum Mittelmeer und ein mildes, mediterranes Klima. Fast die Hälfte der gesamten Landesfläche ist von Wald bedeckt.

Slowenien hat etwa 2 Millionen Einwohner, von denen 270 000 in der Hauptstadt Ljubljana wohnen. Mit einer Bevölkerungsdichte von durchschnittlich 100 Einwohnern/km² ist Slowenien ein dicht besiedeltes Land.

90 Prozent der Bevölkerung sind Slowenen. Italiener und Ungarn, die zusammen 1 Prozent der Bevölkerung darstellen, sind als Minderheiten offiziell anerkannt. Andere Minderheiten bilden die Kroaten, Serben, Mazedonier, Montenegriner und Albaner. Slowenische Minderheiten leben in Italien, Österreich und Ungarn.

Mehr als 80 Prozent der Bevölkerung sind römisch-katholisch, Minderheiten bilden andere christliche Glaubensrichtungen, Muslime und Juden.

Amtssprache ist Slowenisch.



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